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Holzerei sorgt für Unmut

Entlang des Limpachs sind in den letzten Tagen im grossen Stil Bäume und Büsche ausgeholzt worden. Eine Anwohnerin bedauert den «Kahlschlag»; der Uetendorfer Bauleiter erklärt.

Spuren der gross angelegten Holzerei entlang des Limpachs.
Spuren der gross angelegten Holzerei entlang des Limpachs.
Erwin Munter

«Sträucher, Weiden, Büsche, aber auch Erlen – nichts ist verschont worden.» Eine Anwohnerin, die nicht namentlich in der Zeitung erwähnt werden will, ist entsetzt über den «Kahlschlag», der in den vergangenen Tagen entlang des Limpachs stattgefunden hat. Das Gewässer erstreckt sich auf rund vier Kilometer Länge von Uetendorf über Kienersrüti und Noflen bis nach Kirchdorf. Vor 13 Jahren war es für rund 2,9 Millionen Franken aufwendig renaturiert und am Ufer mit einheimischen Sträuchern an den Böschungen und einem durchgehenden Spazierweg ausgestattet worden. Die Leserin ärgert sich, dass sich entlang des Limpachs nun grosse, unschöne Asthaufen türmen – und dass die Anwohner nicht einmal vorgängig über die Holzerei informiert wurden.

«Sieht nicht sehr schön aus»

Peter Loosli, Leiter der Bauabteilung in Uetendorf, kann den Unmut der Betroffenen ein Stück weit nachvollziehen: «Momentan sieht es beim Limpach wirklich nicht sehr schön aus. Bereits in zwei, drei Monaten wird Jungwuchs aber dafür gesorgt haben, dass sich das Waldstück wieder anders präsentiert.» Die ausgeholzten Abschnitte liegen laut Loosli teilweise auf Privat-, teilweise auch auf Gemeindeboden. Die gefällten Bäume seien mehrheitlich alt gewesen und hätten ein Sicherheitsrisiko dargestellt.

«Sträucher, Weiden, Büsche, aber auch Erlen – nichts ist verschont worden.»

Anwohnerin

Obwohl die Bevölkerung vorgängig nicht informiert wurde, ist laut dem Leiter der Bauabteilung alles korrekt abgelaufen: «Wir hatten die Arbeiten mit der Waldabteilung des Kantons Bern koordiniert und genehmigen lassen. Ausgeführt haben die Arbeiten zum Teil Privatbesitzer und zum Teil das Werkhofpersonal der Gemeinde Uetendorf.» Die gefällten Bäume und Sträucher werden nun zu Brennholz weiterverarbeitet.

(gbs)

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