Hockeyaner der Zukunft treffen auf Stars der National League

Am Sonntag ist im Berner Oberland Swiss Ice Hockey Day: Profis aus den Schweizer Ligen besuchen regionale Eishallen.

SCB-Spieler Justin Krueger vor drei Jahren im Eissportzentrum Bödeli. Diesmal stattet er Gstaad einen Besuch ab. Foto: Monika Hartig

SCB-Spieler Justin Krueger vor drei Jahren im Eissportzentrum Bödeli. Diesmal stattet er Gstaad einen Besuch ab. Foto: Monika Hartig

Stars zum Anfassen: Dies gehört zum Konzept des Swiss Ice Hockey Day. Für einen Tag unterbrechen die höchsten Schweizer Ligen im Frauen- und Männereishockey ihre Meisterschaften. Am Sonntag widmen sich Schweizer Hockeystars dem Nachwuchs. Und zwar in den Eisstadien, in denen sie einst selber zum ersten Mal ihre Schlittschuhe geschnürt haben.

SCB-Stürmer André Heim beispielsweise hat im Eissportzentrum Bödeli in Matten das Hockeyspielen erlernt, ebenso wie die Schwestern Tanja und Rahel Hänggi sowie Laura Zimmermann, die heute in der höchsten Schweizer Frauenliga beim EV Bomo Thun spielen. Beat Gerber, der erfahrenste Verteidiger des SC Bern schoss als Knirps seine ersten Tore in der heutigen Hotshot-Arena Oberlangenegg. Und Vincenzo Küng, heute Profi beim Swiss-League-Verein Langenthal, verbrachte seine Juniorenzeit beim Nachwuchs des EHC Thun. Sie alle werden diesen Sonntag im Rahmen des Swiss Ice Hockey Day auf diese regionalen Eisbahnen zurückkehren.

Swiss Ice Hockey hat diesen Nachwuchstag im Jahr 2012 zum ersten Mal auf die Beine gestellt. Der Dachverband organisiert die Rahmenbedingungen, verteilt beispielsweise die Profispieler in die regionalen Eishallen. Die lokalen Hockeyvereine organisieren die Anlässe im Detail dann selber nach ihren Vorstellungen. Viele Vereine - etwa der SC Unterseen-Interlaken oder der EHC Thun - kombinieren den Swiss Ice Hockey Day mit ihrem eigenen Sponsorenlauf. Anderswo stehen Plausch-Matches auf dem Programm, beispielsweise in Grindelwald. Einige Vereine bauen rund um den Hockey-Nachwuchstag einen grossen Eissport-Anlass, an dem auch Eiskunstlauf und Curling präsentiert werden. Dass praktisch überall neben den sportlichen Aktivitäten auch Autogrammstunden auf dem Programm stehen, versteht sich von selbst.

Anzahl Standorte limitiert

Anmeldungen sind nicht nötig, und für Ausrüstungen sind die organisierenden Vereine besorgt. «Unser Ziel ist es, möglichst viele Kinder für den Eishockeysport zu begeistern», sagt Manuela Hess, Mediensprecherin von Swiss Ice Hockey, auf Anfrage. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Star-Hockeyspieler bei diesen lockeren Trainings mit den Kindern selber grossen Spass hätten. «Profis sind natürlich prädestiniert dafür, ihren Sport dem Nachwuchs zu vermitteln.»

Der Swiss Ice Hockey Day findet am Sonntag, 3.11., an 80 Orten statt, deren acht im Berner Oberland (siehe Kasten am Textende). Die Anzahl Standorte wurde bewusst limitiert, um auch kleineren Clubs eine Plattform zu bieten. «Die Veranstaltung ist vornehmlich für die Vereine aus der Regio League gedacht.» Somit könne man sicherstellen, dass die Stars auch wirklich ihre «eigenen» Eishallen verlassen und Amateurclubs einen Besuch abstatten. Den Organisatoren ist es gelungen, an sämtliche acht Oberländer Standorte absolute Topspieler zu vermitteln. Die meisten kommen vom SC Bern und von den SCL Tigers; mehrere Delegationen werden ausserdem von der Frauenmannschaft EV Bomo Thun aus der Swiss Women Hockey League A entsandt. Und: Kein Hockeyspiel ohne Schiedsrichter. Auch Referees von Swiss Ice Hockey sind an jedem Standort dabei.

www.swissicehockeyday.ch

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