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«Hereinspaziert» in den Circus Harlekin

Der Circus Harlekin geht mit viel Schwung in die 26. Saison. Das Premierenpublikum war vom neuen, zum Teil atemberaubenden Programm unter dem Titel «Hereinspaziert» begeistert.

Der Circus Harlekin hatte zur Premiere der 26. Saison geladen. Die Guggenmusik Goldiguuger hiess das Publikum vor dem Zelt auf der Thuner Allmend lautstark willkommen. Auf dem Zelt war gross «Hereinspaziert» geschrieben, und das Publikum liess sich nicht lange bitten. Nach der ­Ouvertüre mit dem Opening-Ballett liess Yosvany mit seiner Akrobatik an den Strapaten dem ­Publikum beinahe den Atem stocken. Der Kubaner wird gerne als Herr der Lüfte bezeichnet, und mit seinen Darbietungen bewies er, dass er diesem Titel gerecht wird. Neben tänzerischen Sprüngen wagte er einen doppelten Rückwärtssalto auf dem Seil.

Premiere im Todesrad

Erwähnenswert sind auch die aussergewöhnlichen Leistungen von Marc Dorffner und seiner Freundin Seraina Imholz. Mit brillanten Jonglagen, am Boden und auf der frei stehenden Leiter, fesselte er das Publikum. Seraina beeindruckte die rund 350 Gäste mit Akrobatik am Trapez. Gemeinsam verblüfften die beiden mit einem Novum im Harlekin – einem Tanz in und um das Todesrad.

Ohne Tiere – unvorstellbar

Was wäre ein Zirkus ohne Tiere? Das ist auch beim Harlekin unvorstellbar. Nicole, Tochter des Zirkusdirektors Pedro Pichler, präsentierte mit den sechs kräftig gebauten Friesen eine be­eindruckende Pferdenummer. Auch die Diemtigtaler Bauerntochter Susanne Mani ist seit Kindesbeinen eine Tiernärrin. Bei ihrem Auftritt mit verschiedenen Haustieren hätte sie wohl gerne in den Trauffer-Song «Müeh mit de Chüeh» eingestimmt. Die gehörnten Vierbeiner hatten nur wenig, Lust sich ihren Kommandos zu fügen. Auch die lustigen schwarzweiss gescheckten Minipigs waren nicht in Premierenlaune. Nur die Ziege liess sich sichtlich gerne vom Esel durch die Manege tragen.

Was wäre ein Zirkus ohne Clowns? Lügg, das Eigengewächs des Harlekin, kitzelte mit seinen Blödeleien die Lachmuskeln. Hector und Pierrot erzeugten mit überraschenden Einlagen, aber auch mit Musik auf speziellen Instrumenten heitere Stimmung. Aber wo blieb denn das Direktorenpaar Monika und Pedro alias Les Nicas, das mit so vielen Gags das Publikum immer wieder begeistert hat? Nach 35 Jahren Bühnen- und Manegenpräsenz, 25 Jahre davon im eigenen Zirkus, haben die beiden beschlossen, nun definitiv kürzerzutreten. «Es war etwas Besonderes, die Vorstellung als Zuschauer zu erleben und einmal das Kribbeln mitzuerleben, wenn die Artisten unter der Kuppel herumturnen», sagte Pichler. Das Publikum mit gemeinsamem Gesang zu verabschieden, liessen sie sich jedoch nicht nehmen.

Die nächsten Auftritte: Steffisburg, Zelg, Fr, 16. März, 19.30 Uhr, Sa, 17. März, 15 und 19.30 Uhr, So, 18. März, 10.30 Uhr. Konolfingen, Schwimmbad, Mi, 21. März, 15 und 19.30 Uhr. www.circusharlekin.ch.

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