Hacker stehlen Thuner Tourismus-Organisation 57'000 Franken

Thun-Thunersee Tourismus wurde Ziel eines Cyberangriffs. Die Täter entwendeten über 57'000 Franken vom Konto.

Cyberkriminelle stahlen Thun-Thunersee Tourismus gut 57'000 Franken (Symbolbild).

Cyberkriminelle stahlen Thun-Thunersee Tourismus gut 57'000 Franken (Symbolbild).

(Bild: Keystone)

«Als ob die Herausforderungen in struktureller, personeller und finanzieller Hinsicht nicht schon gross genug wären, sehen wir uns seit Jahresbeginn mit einer weiteren, sehr ungewöhnlichen Aufgabe konfrontiert», sagte Roman Gimmel, Präsident von Thun-Thunersee Tourismus (TTST) an der Mitgliederversammlung. TTST wurde laut Gimmel nämlich Opfer eines Cyberangriffs: «Dieser wurde am 9. Januar auf ein Konto unseres Vereins verübt.»

Die Täter entwendeten 57'100 Franken – «zu einem Zeitpunkt nota bene, da die neue Geschäftsführung noch keinen Zugriff auf die Bankdaten hatte und die Geschäftsübergabe noch nicht vollzogen war», wie der TTST-Präsident ausführte.

Bei Übergabe entdeckt

Entdeckt wurde der Angriff wenige Tage später im Rahmen der Übergabe der Geschäftsführung der Tourismus Organisation Interlaken (TOI) an TTST in den Büroräumlichkeiten in Interlaken. Gimmel: «Für eine sofortige, wirksame Unterbindung des Geldflusses via Hausbank war es da allerdings bereits zu spät.»

TTST hat sofort die Polizei und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und Strafanzeige erstattet. Das Ermittlungsverfahren läuft. «Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können derzeit keine weiteren Informationen abgegeben oder präzisierende Angaben gemacht werden», führte Roman Gimmel aus.

So könne er auch auf die Frage, ob es Hinweise darauf gebe, ob die Tat von extern oder von intern verübt worden sei, zum jetzigen Zeitpunkt nicht näher eingehen.

«Hoffen, Schäden in Grenzen zu halten»

Gimmel betonte aber: «Vorstand, Geschäftsführung sowie Revisionsstelle sind sich der Tragweite des ärgerlichen Vorfalls voll und ganz bewusst und bleiben hartnäckig dran. Wir haben zur Zeit begründete Hoffnung, dass sich der monetäre Schaden schlussendlich in Grenzen halten könnte.»

Die Mitglieder sowie die Öffentlichkeit würden an der nächsten Delegiertenversammlung vom 13. Dezember auf dem Laufenden gehalten. «Ich hoffe natürlich, dass sich die ganze Sache bis dann bereits erledigt hat oder dass wir zumindest genauere Angaben machen können», sagte Gimmel gegenüber dieser Zeitung.

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