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Grundlagen für eine Fusion

Seftigen und Gurzelen beginnen mit Fusionsabklärungen. Ein Zusammenschluss ist per 1. Januar 2021 möglich.

Die beiden Nachbarsgemeinden Seftigen und Gurzelen denken über eine Fusion nach.
Die beiden Nachbarsgemeinden Seftigen und Gurzelen denken über eine Fusion nach.
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Bereits heute arbeiten die Gemeinden Gurzelen und Seftigen in verschiedenen Bereichen zusammen: direkt zum Beispiel in der Kirchgemeinde, bei Friedhof und Schule sowie regional mit weiteren Gemeinden bei Sozialdienst und der Bauverwaltung. Doch Gurzelen mit seinen knapp 900 Einwohnern hat grössere personelle Probleme als Seftigen, wenn neue Mitglieder für Gemeinderat und Kommissionen gesucht werden. «Deshalb haben wir im Gemeinderat die Fühler für eine mögliche Fusion Richtung Seftigen ausgestreckt, denn wir erachten diese Gemeinde als richtigen Partner für uns», sagte Gurzelens Gemeindepräsident Peter Aebischer gestern auf Anfrage. «Gemeinden können heute nur autonom bleiben, wenn sie stark sind. Die Voraussetzung ­dazu ist eine gewisse Grösse.»

Grosse Zustimmung

Die Kosten für die Fusionsabklärungen sind mit 68 000 Franken veranschlagt. Da der Kanton die Hälfte übernimmt, verblieben pro Gemeinde 17 000 Franken. In Seftigen liegt dieser Betrag in der Finanzkompetenz des Gemeinderates. In Gurzelen war die Zustimmung der Gemeindeversammlung nötig, und diese fiel eindeutig aus: Am 27. November stimmten von 45 Stimmberechtigen 5 Personen dagegen und 2 enthielten sich der Stimme. Der Weg war nun frei dazu, Fusionsabklärungen aufzunehmen.

«Damit in Gurzelen und in Seftigen die politische Diskussion geführt werden kann, wird in den kommenden Monaten der Grundlagenbericht erarbeitet», heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der beiden Gemeinden von gestern. Dieses Dokument solle aufzeigen, wie eine fusionierte Gemeinde aussehen könne, sowie Vor- und Nachteile darstellen. Damit die vielen Themen zielgerichtet und strukturiert bearbeitet werden können, haben die beiden Gemeinderäte vier Arbeitsgruppen und eine Projektsteuerung ins Leben ­gerufen. In den Arbeitsgruppen Behörden/Verwaltung/Finanzen, Infrastruktur, Bildung und Wehrdienste werden die zentralen ­Fragen diskutiert, Varianten erarbeitet und bewertet sowie Lösungsvorschläge ausgearbeitet. In der Projektsteuerung werden die Ergebnisse der paritätisch zusammengesetzten Arbeitsgruppen konsolidiert und allenfalls Entscheide beim Vorliegen von mehreren Varianten getroffen.

Nächster Entscheid 2019

«Sobald der Grundlagenbericht vorliegen wird, wird dieser in einer breiten Mitwirkung zur Diskussion vorgelegt werden. Diese könnte in der ersten Hälfte 2019 erfolgen», heisst es in der Medienmitteilung weiter. Nach der kantonalen Vorprüfung würde dann etwa Ende 2019 die Beschlussfassung der Stimmberechtigten dazu erfolgen, ob das Fusionsprojekt weiterverfolgt werden soll oder nicht. Bei Ablehnung wird das Abklärungsprojekt beendet. Wird die Fortführung der Abklärungen beschlossen, so können 2020 den Stimmberechtigten die Organi­sationsreglemente vorgelegt werden. Wenn der Souverän auch hierzu Ja sagt, könnte eine Fusion per Anfang 2021 in Kraft treten.

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