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Gewachsene Strukturen bleiben erhalten

In einer Serie schauen wir genauer hin: Was ermöglicht die Ortsplanungsrevision wo? Während in Goldiwil das Bewahren Priorität hat, steht in Allmendingen die Weiterentwicklung im Vordergrund.

Das Dorfzentrum in Goldiwil mit der Filiale des Detaillisten Volg. Dieses Gebiet soll neu zur Mischzone werden.
Das Dorfzentrum in Goldiwil mit der Filiale des Detaillisten Volg. Dieses Gebiet soll neu zur Mischzone werden.
Patric Spahni

Weniger Hochnebel, mehr und früherer Schneefall: Das sind die offensichtlichen Unterschiede von Goldiwil zum restlichen Siedlungsgebiet Thuns. Der Ort, der bis zu 500 Meter höher liegt als das Stadtzentrum, ist aber auch hinsichtlich seiner Bebauung nicht vergleichbar mit anderen Gebieten der Gemeinde. Dies hat auch Auswirkungen auf die Ortsplanungsrevision (OPR).

«In Goldiwil treffen wir auf historisch gewachsene Hofstrukturen in der Wohnzone W2, eingebettet in einmalige Landschaftsbildqualitäten. Diese Strukturen und Qualitäten wollen wir in ihrer heutigen Form bewahren», erklärt die Co-Leiterin des städtischen Planungsamts, Susanne Szentkuti.

Laut Co-Leiter Florian Kühne bedeutet dies zudem, dass künftig keine neuen Wohnbauten mit Attikageschoss hinzukommen sollen. Die Höhe von Gebäuden wird bei zwei Stockwerken plafoniert. Eine Ausnahme bildet das Ortszentrum zwischen der Dorfstrasse und der Strasse Untere Trüelmatt, wo sich die Filiale der Post und der Volg-Laden befinden.

Um das Zentrum zu stärken und eine vielfältigere Quartierversorgung zu ermöglichen, ist geplant, das Areal in eine Mischzone WA3 aufzuzonen. Der Siedlungsraum soll dagegen nicht weiter ausgebreitet werden: Die Stadtplaner wollen damit die Landschafts- und Naherholungsqualitäten von Goldiwil stärken und die landwirtschaftlich genutzten Flächen langfristig sichern.

Der Landschaftsschutz geniesst auch im Haslimoos, ausgangs von Allmendingen in Richtung Amsoldingen, eine hohe Priorität. Es wird deshalb ins neu geschaffene Landschaftsschutzgebiet (LSG) überführt. Im Gegensatz zum Landschaftsschongebiet darf im LSG nicht neu gebaut werden. «Allmendingen hat ein gut erkennbares Zentrum und darum herum eine homogene Struktur sowie klare Siedlungsränder», sagt Kühne.

Diese Charakteristik wollen die Stadtplaner im Rahmen der OPR weiterentwickeln. Gleich wie in grossen Teilen der Stadt wird die Wohnzone W2 in W3 aufgezont. Dadurch können Attika- zu Vollgeschossen ausgebaut werden.

«In den bestehenden Arbeitszonen wollen wir zudem durch innere Verdichtung eine bessere Nutzung der vorhandenen Fläche ermöglichen», erläutert Szentkuti. So werden etwa im Bierigut zusätzliche Arbeitsflächen geschaffen. Weitere Details zur geplanten Entwicklung von Goldiwil und Allmendingen gibts am morgigen Infoanlass.

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