Gemeinderat will Künstlerbörse auch künftig unterstützen

Thun

In zwei Wochen entscheidet der Thuner Stadtrat über den neuen Leistungsvertrag mit der Schweizer Künstlerbörse bis 2023.

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Die Schweizer Künstlerbörse gehört laut einer am Dienstag verschickten Medienmitteilung der Stadt, zusammen mit den Thuner Seespielen, zu den «grössten und bedeutendsten Kulturveranstaltungen in Thun». An der Fachmesse der Kleinkunstszene, die jeweils im April in und um das KKThun über die Bühne geht und dabei über 3000 Besucherinnen und Besucher anlockt, können sich Kunstschaffende einem breiten Publikum, aber auch Veranstalterinnen und Veranstaltern, Medien und Agenturen präsentieren.

Insgesamt gab es bereits 60 Ausgaben der Künstlerbörse. Seit 1993 findet der Anlass regelmässig und ausschliesslich in Thun statt. Der Leistungsvertrag zwischen der Stadt Thun und der KTV ATP (Vereinigung KünstlerInnen-Theater-VeranstalterInnen, Schweiz) ist letztmals 2015 für die Jahre 2016 bis 2019 erneuert worden.

2018 fusionierten die Berufsverbände KTV ATP und der Berufsverband der freien Theaterschaffenden ACT dann zum neuen Berufsverband «t. Theaterschaffende Schweiz». War die Künstlerbörse zuvor ein Geschäftszweig der KTV ATP, ist die Geschäftsstelle seit 2018 beim Berufsverband t. angesiedelt. An seiner nächsten Sitzung vom 19. September wird der Stadtrat über den neuen Leistungsvertrag zwischen der Stadt und dem Berufsverband t. befinden.

125'000 Franken jährlich

Gemäss der Medienmitteilung beabsichtigt der Thuner Gemeinderat die Unterstützung in der bisherigen Form weiterzuführen «und beantragt dem Stadtrat einen Verpflichtungskredit von jährlich 125'000 Franken für die Jahre 2020 bis 2023». In der Kantonalen Kulturförderungsverordnung (KKFV) sei die Künstlerbörse, notabene als einziger Thuner Anlass, als Institution von nationaler Bedeutung aufgeführt, so wie beispielsweise das Kunstmuseum Bern oder das Freilichtmuseum Ballenberg.

Die 125'000 Franken der Stadt Thun setzen sich aus einem Barbetrag (110'000 Franken) sowie Dienstleistungen und einem Gebührenverzicht in der Höhe von 15'000 Franken zusammen. Weitere Geldgeber sind unter anderen die Kulturstiftung Pro Helvetia mit 50'000 sowie der Kanton Bern mit 250'000 Franken, wobei der Regierungsrat die Beträge für den Zeitraum 2020 bis 2023 noch sprechen muss. Überdies wird die Künstlerbörse subsidiär mit jährlich maximal 40'000 Franken aus dem Fonds des Gemeindeverbands Amtsanzeiger Thun unterstützt.

gbs/pd

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