Gang soll Fussball-Krawalle angezettelt haben

Thun

Eine Gruppe von Jugendlichen soll die heftigen Ausschreitungen nach dem Spiel zwischen dem FC Thun und GC ausgelöst haben.

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Eine Thuner Gang soll die Eskalation nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Thun und GC angezettelt haben. Das bestätigt die Polizei. Am vergangenen Wochenende war die Situation am Bahnhof in Thun eskaliert.

Vermummte Fans der Zürcher Grasshoppers hatten nach der 0:1-Niederlage ihrer Mannschaft die Konfrontation mit Anhängern des FC Thun gesucht. Polizisten gingen dazwischen und drängten die Gästefans in Richtung Perron. Die GC-Fans bewarfen die Einsatzkräfte darauf mit Schottersteinen, Velos, Tischen und anderen Gegenständen, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Die Bilanz: zwei zerstörte Linienbusse, verletzte Polizisten und ein Sachschaden von Tausenden von Franken.

Ausschreitungen: Ein Leserreporter-Video zeigt, wie am Bahnhof Gegenstände durch die Luft geworfen werden. (Video: Leserreporter 20Minuten)

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gang namens 36er in Thun ihr Unwesen treibt. Die jungen Männer, die hauptsächlich aus dem Quartier Lerchenfeld stammen, sorgen im Städtchen seit längerem immer wieder für Probleme.

So haben die Jugendlichen, die alle im Alter zwischen 15 und 20 Jahren sind, am letzten Thunfest gewütet. Auch hätten sie an den Wochenenden vermehrt in Bars randaliert oder Gleichaltrige abgepasst und diese verprügelt. «Wir verfolgen mit der Polizei das Treiben dieser 36er», sagt Thuns Sicherheitsdirektor Peter Siegenthaler. Sämtliche Mitglieder – es seien etwas mehr als ein Dutzend – seien mittlerweile polizeilich bekannt.

«Gefürchteter als sie sind»

Wie ein Insider berichtet, fielen die 36er aber nicht nur durch ihre Gewaltbereitschaft und Einschüchterungen auf, sondern auch durch Drogenkonsum und ein frauenfeindliches Weltbild. «Diese Typen sind alles andere als Unschuldslämmer», meint der Insider.

Siegenthaler stimmt dieser Aussage zu, relativiert aber: «Die 36er sind vor allem Möchtegern-Gangster. Sie wären gern gefürchteter, als sie es tatsächlich sind.» Dennoch behält der Sicherheitsdirektor die 36er «in enger Zusammenarbeit mit der Polizei» im Auge.

Übernommen von 20 Minuten, überarbeitet von Bernerzeitung.ch/Newsnetz.

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