Gurzelen

Fusion mit Seftigen wird abgeklärt

Gurzelen Die Gemeindeversammlung wurde über Fusionsabklärungen mit Seftigen orientiert und genehmigte die leicht defizitäre Rechnung.

Auf dieser Strecke könnte vielleicht schon bald Tempo 60 gelten.

Auf dieser Strecke könnte vielleicht schon bald Tempo 60 gelten. Bild: Andreas Tschopp

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Ende 2017 hatte die Gemeindeversammlung von Gurzelen, das gegen 900 Einwohner hat, mit deutlichem Mehr den Weg frei gemacht für Fusionsabklärungen mit dem benachbarten Seftigen, das etwas über 1000 Einwohner zählt.

«Die Abklärungen sind angelaufen», sagte Gemeindepräsident Peter Aebischer nun an der Rechnungsgemeindeversammlung, die von nur 18 der über 600 Stimmberechtigten besucht wurde. Wie Aebischer erläuterte, wurde eine Projektorganisation mit einer Steuerungsgruppe und vier Arbeitsgruppen eingesetzt.

In den pari­tätischen Arbeitsgruppen werden die Schwerpunktthemen Behörden/Verwaltung/Finanzen, Infrastruktur, Bildung und Wehrdienste bearbeitet. Total 25 Personen aus Behörden und Verwaltung der beiden Gemeinden sind in die Abklärungen involviert. Die Projektleitung obliegt den Gemeindepräsidenten.

Entscheide 2019 und 2020

Wie der Gurzeler Gemeindepräsident weiter erklärte, dürfte der Grundlagenbericht Anfang 2019 vorliegen. Danach folge eine öffentliche Mitwirkung mit einer breiten Diskussion des Für und Wider einer Fusion auf der Basis des vorliegenden Berichts.

Ende 2019 werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entscheiden, ob das Fusionsprojekt weitergeführt und ein Vertrag ausgearbeitet wird. Wird dies bejaht, sollen 2020 die Souveräne beider Gemeinden definitiv über die Fusion entscheiden, die dann auf Anfang 2021 in Kraft treten könnte. Fragen zu diesem Fahrplan wurden in Gurzelen keine gestellt.

Defizit kleiner als budgetiert

Die Gemeinderechnung schliesst bei Aufwendungen von 3,34 Millionen im Gesamthaushalt mit einem Defizit von 15'000 Franken ab. Dieses ist etwas geringer als budgetiert. Die Gemeinde habe ihre Investitionen von netto 390'000 Franken selber finanzieren können und sei «komplett schuldenfrei», betonte Finanzverwalterin Kathrin Reber.

Verkehr einbremsen?

Die Wasserversorgung Blattenheid plant, eine neue Leitung durch das Dorf zu ziehen. Dabei sollten Liegenschaften neu angeschlossen und der Löschwasserschutz verbessert werden, hiess es an der Versammlung. An dieser wurde noch die Frage gestellt nach einer Temporeduktion auf 60 km/h vor der Einfahrt ins Dorf von der Abzweigung aus Seftigen her. Der Kanton werde mit Kontrollen eruieren lassen, ob dies auf der kurzen Ausserortsstrecke angebracht sei, lautete die Antwort des zuständigen Gemeinderats. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 12.06.2018, 20:02 Uhr

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