Was Volbeat in Thun bieten wollen

Vor dem Volbeat-Gig in der Stockhorn-Arena: Drummer Jon Larsen spricht über den FC Thun, Stadionkonzerte und seine Helden.

Sie stehen für Lautstärke (Volume) und Rhythmus (Beat): Die dänische Band Volbeat mit (v. l.) Sänger und Gitarrist Michael Poulsen,  Schlagzeuger Jon Larsen, Gitarrist Rob Caggiano und Bassist Kaspar Boye.

Sie stehen für Lautstärke (Volume) und Rhythmus (Beat): Die dänische Band Volbeat mit (v. l.) Sänger und Gitarrist Michael Poulsen, Schlagzeuger Jon Larsen, Gitarrist Rob Caggiano und Bassist Kaspar Boye. Bild: zvg/Ross Halfin

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Sie spielen in der Stockhorn-Arena, der Heimat des FC Thun. Haben Sie jemals von diesem Fussballklub gehört?
Jon Larsen: Ja, ich habe vom FC Thun gehört. Ich glaube, er hat mal gegen ein dänisches Team ­gespielt. Ich weiss nicht mehr, welches, aber ich denke, dass die Dänen am Ende gewonnen ­haben.

Der FC Thun war 2005 als einer der kleinsten Vereine überhaupt in der Champions League – aber gegen dänische Teams hat er im Europacup bisher nie gespielt... Ist ein Fussballstadion für Sie nicht sowieso in erster ­Linie ein idealer Ort für ein grosses Konzert?
Jeder Ort kann grossartig für ein Konzert sein. Stadionkonzerte können richtig aufregend, richtig lustig sein, wenn der Sound okay ist und die Bands eine riesige Produktion mitbringen. Dann macht es Spass.

Es ist Ihr bisher grösster Auftritt als Headliner in der Schweiz. Was bedeutet Ihnen das?
Es bedeutet, dass wir in der Schweiz etwas richtig gemacht haben müssen. Es ist grossartig, möglicherweise die grösste Menschenmenge, vor der wir je gespielt haben. Ich hoffe einfach, dass es gut kommt und dass wir gut sein werden.

Was haben Sie sich dafür aus­gedacht? Was können die Fans erwarten?
Sie können erwarten, dass wir aufkreuzen werden – das ist sicher. Ansonsten kann ich nichts sagen, das würde die Überraschung ruinieren.

Keine Überraschung ist für Sie das Berner Oberland – Sie traten etwa auch schon am Greenfield Festival auf. Woran erinnern Sie sich?
Ich erinnere mich, dass wir Social Distortion und Soulfly gesehen haben. Es ist definitiv ein ziemlich cooles Festival. Umgeben von Bergen, eine grossartige Gegend. Es macht immer viel Spass, dort zu sein.

Der Spass ist offensichtlich ­beidseitig vorhanden: Ihr letztes Album war in der Schweizer ­Hitparade auf Platz 1. Was denken Sie, warum haben die Schwei­zerinnen und Schweizer eine spezielle Vorliebe für Volbeat?
Gute Frage. Die Melodien, die Energie? Ich weiss es nicht – sagen Sie es mir!

Auf die Energie können wir uns wohl einigen. Und: Die Schweizer haben durchaus ein Faible für harte Rockmusik, wie etwa der Erfolg des Greenfield Festival zeigt. Wie war das bei Ihnen – waren Sie schon immer auf Hardrock und Heavy Metal fokussiert? Wer waren die musikalischen Helden Ihrer Jugend?
Viel zu viele! Ich startete mit den Beatles, Rolling Stones, Kinks – all den guten Bands der Sixties. Dann ging ich weiter zu härterem Rock wie Iron Maiden oder Kiss. Schliesslich kamen Metallica, Slayer... Die Liste ist endlos. Ich könnte stundenlang weiter­machen.

Und dann wurden Sie selber zum Rockstar. Wie hätten Sie reagiert, wenn Ihnen als Jugendlichem jemand gesagt hätte, dass Sie eines Tages Millionen Alben verkaufen und vor Tausenden von Leuten auftreten werden?
Ich hätte ihn gefragt, welche Art Drogen er genommen habe und ob ich auch was davon bekommen könnte (lacht). Ich meine, wer hätte das je gedacht. Es ist verrückt, es ist überwältigend! Bitte denken Sie daran, dass es davor auch viel harte Arbeit, Hingabe und Leiden gab. Aber natürlich sind wir sehr dankbar dafür.

Letzte Frage: In einem Satz – wofür lohnt es sich, den Volbeat-Auftritt in der Stockhorn-Arena zu besuchen?
Für den Spass, die Energie – und vielleicht ein paar schlechte Witze (lacht)!

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 22.08.2017, 09:10 Uhr

Volbeat und Co.

Volbeat ist eine 2001 gegründete Rockband aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Das Quartett mischt Metal, Rock ’n’ Roll, Punk, Country sowie Blues und feiert damit weltweit Erfolge. Von den Gründungsmitgliedern sind noch Sänger Michael Schøn Poulsen und Schlagzeuger Jon Larsen dabei. Hinzu kommen Gitarrist Rob Caggiano und Bassist Kaspar Boye. Der Auftritt am 30. August in der Stockhorn-Arena Thun (ab 20.30 Uhr) ist für Volbeat der bis dato grösste Schweizer Gig als Headliner. Im Vorprogramm treten Amorphis (17 Uhr), Flogging Molly (17.50 Uhr) und Beatsteaks (19 Uhr) auf. Tickets sind bei Ticketcorner erhältlich. Der Konzertevent endet um 22.30 Uhr. mik

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