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Frauen, Blumen und Landschaften

Stefan Werthmüller zeigt seine Werke in der Thuner Galerie Rosengarten.

Margrit Kunz
Frauenbildnis ohne Titel von Stefan Werthmüller.
Frauenbildnis ohne Titel von Stefan Werthmüller.
Margrit Kunz

«Die Bilder von Stefan Werth­müller verlangen alle einen zweiten Blick», sagte Hannes Zaugg-Graf, Grafiker und Grossratspräsident aus Uetendorf, an der Vernissage in der Galerie Rosengarten in Thun. «Es geht ihm immer nur um die Bilder, oft übermalt er seine Leinwände mehrmals, und dies über längere Zeiträume hinweg. Er bildet nicht ab, er interpretiert.» So ­seien die Bilder zwar unvollendet, aber abgeschlossen, weil Werthmüller nicht mehr daran arbeite.

In der Galerie fallen die grossformatigen Frauenbilder als Erstes auf. Es sind Darstellungen von Frauen in alltäglichen Situationen. Sie stehen da und schauen in die Weite. Einige wenige tragen eine Tracht, die andern Alltagskleider. Werthmüller fängt ihre Persönlichkeit ein, und der Betrachter fragt sich, ob er diese Frau gar kennt. «Nein», sagt Werthmüller dazu, «manchmal erfinde ich auch ein Modell, also kennt sie niemand.»

Werth­müller zeigt aber auch eine andere Seite seines Schaffens, nämlich Landschaften. Diese zeigen und verbergen gleichzeitig. Ihre Linien sind oft unklar, die Farbe verwaschen, und trotzdem oder gerade deshalb erinnern sie an etwas, das man vielleicht schon mal gesehen oder wovon man geträumt hat. Von weiten, wüstenartigen Flächen unter einem ganz besonders hellen Himmel, um ein Beispiel zu nennen.

Die Blumenbilder lockern die Ausstellung auf, auch wenn nur wenige gezeigt werden. Es ist eine faszinierende Welt, die gegenwärtig in der Galerie Rosengarten gezeigt wird, vielseitig und anregend.

Die Ausstellung in der Galerie Rosengarten im Bälliz 64 in Thun dauert bis zum 30. November. Sie ist von Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, am Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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