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Ferienpass traf den Nerv der Kinder

Der Thuner Ferienpass hat knapp 1200 Kinder angezogen. Auch in ihrem letzten Jahr als Geschäftsführerin kann Silvia Wyss auf erfolgreiche fünf Wochen zurückblicken.

Ferienpass-Kinder konnten auch dem Tierarzt bei der Arbeit über die Schulter schauen.
Ferienpass-Kinder konnten auch dem Tierarzt bei der Arbeit über die Schulter schauen.
PD

Läutet die Schulglocke am Ende des Schuljahres das letzte Mal, so bedeutet dies nicht nur den Start in die Sommerferien, es ist auch der Beginn eines kleinen Abenteuers. Dann geht der Thuner Ferienpass in eine neue Runde. Über die Sommerpause erstreckt sich das Angebot des Thuner Vereins, das sich von Jahr zu Jahr verändert.

Der Ferienpass bietet Kindern ab dem zweiten Kindergartenjahr die Wahl zwischen verschiedenen Sportangeboten und Beschäftigungen mit Tieren. Für die Geschäftsführerin Silvia Wyss ist es sehr wichtig, dass das Angebot des Ferienpasses dynamisch ist.

«Wir sind jedes Jahr auf der Suche nach speziellen Angeboten», sagt sie. Dieses Jahr habe eine Fünftklässlerin einen Kurs zum Bau von Puppenhäusern angeboten. Für Wyss eine schöne und bleibende Erinnerung: «Das war eine tolle Sache. Vor allem hat mich gefreut, dass alles reibungslos ablief, obwohl die Veranstalterin noch so jung war», sagt sie.

Leichter Rückgang

Insgesamt zieht Wyss eine positive Bilanz. Zwar seien die Teilnehmerzahlen im Vergleich zum letzten Jahr etwas zurückgegangen – 2018 waren es mehr als 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dieses Jahr 1182. Trotzdem sei man glücklich darüber, so viele Kinder für den Ferienpass begeistert zu haben.

«Das letzte Jahr war eher eine Ausnahme, da wir mehr warben, weil es unser 40-Jahr-Jubiläum war», sagt Wyss. Es sei nicht einfach in der heutigen Zeit, Angebote wie jene des Ferienpasses zu organisieren. Nebst Familienferien seien die Kinder oftmals auch in Sportvereinen engagiert. Es bleibe nicht immer Zeit für den Ferienpass und wenn, dann sei eine grosse Flexibilität gefragt.

«Als ich vor 10 Jahren beim Ferienpass begonnen habe, holte man ein Anmeldeblatt. Jetzt kann man sich noch am Abend vor einer Veranstaltung übers Internet anmelden», sagt Wyss. Ein weiterer erfreulicher Punkt ist, dass sämtliche Angebote unfallfrei über die Bühne gegangen sind. «Das ist für uns immer oberstes Gebot», sagt Silvia Wyss, für die es das letzte Jahr als Geschäftsführerin des Vereins ist.

Nachfolge gesucht

Nach 10 Jahren und elf Pässen an der Front des Sommerangebots will sich Silvia Wyss neu orientieren. Wohin ihr Weg geht, weiss sie noch nicht. Primär soll wieder ihre Familie im Zentrum stehen. «Ich hatte eine spannende und herausfordernde Zeit beim Thuner Ferienpass. Es ist klar, dass ich auch mit einem weinenden Auge gehe.»

Wer die Nachfolge von Wyss antreten wird, ist noch unklar. Klar ist allerdings, dass der Ferienpass Thun auch auf der Suche nach einer Stellvertretung ist. «In der Vergangenheit haben wir gemerkt, dass es nötig ist, dass wir den Posten der Geschäftsleitung doppelt besetzen, um Ausfälle kompensieren zu können», so Wyss.

Ganz verabschieden werde sie sich voraussichtlich noch nicht. Vermutlich sei sie auch an der Gestaltung und Durchführung des nächsten Ferienpasses beteiligt. Dann aber wohl eher im Hintergrund.

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