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Federleichte Muse mit Kaffeeduft

Das Gesangstrio «Edelvoice» startet am Sonntag in der Fundusbühne Thun die Reihe «Kaffee und Kuchen Konzerte» mit Operettenklassikern.

Das Ensemble Edelvoice (v.l.) mit Alessandro di Cesare (Bariton), Sandra Thomi (Mezzosopran) und Arabelle Rozinek (Sopran). Foto: PD
Das Ensemble Edelvoice (v.l.) mit Alessandro di Cesare (Bariton), Sandra Thomi (Mezzosopran) und Arabelle Rozinek (Sopran). Foto: PD

«Wenn der weisse Flieder wieder blüht» schmeckt der «Tea for Two» «In einer kleinen Kondi­torei» in «Wien, Wien, nur du ­allein ...» besonders anregend. Mit szenischer Darbietung erweckt das Gesangstrio Edelvoice in der Fundusbühne Thun im Thomi-Haus mit ihren «Kaffee-und-Kuchen-Konzerten» das Wien vor hundert Jahren wieder zum Leben (vgl. auch Kasten unten). Hinter dem verspielten Namen Edelvoice stehen Sandra Thomi (Mezzosopran), Arabelle Rozinek (Sopran) und Alessandro di Cesare (Bariton), die seit fünfzehn Jahren innovatives Musik­theater präsentieren.

Es sind die Vorläufer des heutigen Schlagers, die sich das Trio bei seiner erstmaligen und dreiteiligen Reihe «Kaffee-und-Kuchen-Konzerte» auf die Fahne geschrieben hat.

Kaffee und Kostüme

Passend zu den Liedern der leichten Kaffeehausmuse kommen ihre Kostüme daher. Rund vierzig Jahre galt das Geschäft für Braut- und Abendmode in der Marktgasse in Thun als erste ­Adresse für erlesene Roben. ­Sandra Thomi nähte zusammen mit ihrer Gesangspartnerin ­Arabelle Rozinek die Kostüme selbst: «Teilweise haben wir mit viel Fantasie Restbestände aus dem Geschäft meiner Eltern umgeschneidert», freut sich die Mezzosopranistin und Gesangslehrerin.

Das Resultat besticht mit nostalgischen Schleifchen, Schösschen oder Hütchen. Passend dazu tritt Bariton Alessandro di Cesare im feinen Zwirn mit ­Zylinder auf. Begleitet wird das stilecht gekleidete Trio von Pianist Armin Waschke.

Kostüme gaben den Namen

Aus dem reichen Fundus an Kostümen entstand auch der Name der Bühne, erzählt Sandra Thomi. Seit zwei Jahren betreibt sie zusammen mit ihrem Mann Marco, der für die Technik verantwortlich ist, den kleinen Kulturbetrieb im Dachgeschoss. Ein Fest für alle Sinne sollen die drei bevorstehenden «Kaffee-und-Kuchen-Konzerte» sein. Die Gäste werden mit einem Aperitif empfangen, nach rund 30-minütigem Programm verbreitet sich dann Kaffeeduft, und das Kuchenbuffet wird eröffnet.

Den Anfang macht das Konzert am kommenden Sonntag «Ein musikalischer Kaffeetratsch», in dem Lieder wie das «Schwipslied» aus «Eine Nacht in Venedig» von Johann Strauss oder «Wiener Blut» aus der gleichnamigen komischen Operette von Johann Strauss Sohn erklingen.

1930er-Jahre

Am 17. März heisst das Konzert «Vier Herzen im Dreivierteltakt». Hier wird der Shimmy-Tanz aus den 1930er-Jahren singend und tanzend heraufbeschworen, den man in dieser Zeit gerne zu «Ausgerechnet Bananen» tanzte und der aus dem Foxtrott entstand. Das dritte «Kaffee-und-Kuchen-Konzert» ist dem Muttertag am 12. Mai gewidmet unter dem ­Titel «Frühling in Wien». Lieder wie «Wenn der weisse Flieder wieder blüht» oder «Leise, ganz leise, klingt’s durch den Raum» sorgen für nostalgisch-romantische Stimmung. «Operettenhits federleicht vorzutragen, ist für alle Sänger eine grosse Herausforderung», verrät Sandra Thomi, «denn was so federleicht ­walzernd daherkommt, verlangt hohes Können.»

«Kaffee-und-Kuchen-Konzerte» in der Fundusbühne Thun, Thomi-Haus, Marktgasse 5, 24. Februar: «Ein musikalischer Kaffeetratsch» (fast ausverkauft). 17. März: «Vier Herzen im Dreivierteltakt». 12. Mai: «Frühling in Wien», jeweils 15 bis circa 17 Uhr. Eintrittspreis inklusive Begrüssungscüpli, Kaffee und ­Kuchen.

Reservierungen: www.heidy-mumenthaler.ch, Tel.: 079 653 19 10.

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