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Familientreffen nach dem Applaus

Auf der Bühne zeigen Künstler immer ihre beste Leistung und ihr schönstes Lächeln. Doch wie verbringen sie ihre Zeit nach dem Konzert? Ein Besuch im Parkhotel Gunten, wo das Gaia-Ensemble residiert.

Präsident Christoph Ott und Gründerin Gwendolyn Masin (Mitte hinten) mit den Musikern (v.l.) Timi und Massimo Pinca, Maria und Ronald Masin, Alexander Lonquich, Vincenzo Maltempo sowie (vorne) Janne Thomsen und Gershon Gerchikov.
Präsident Christoph Ott und Gründerin Gwendolyn Masin (Mitte hinten) mit den Musikern (v.l.) Timi und Massimo Pinca, Maria und Ronald Masin, Alexander Lonquich, Vincenzo Maltempo sowie (vorne) Janne Thomsen und Gershon Gerchikov.
Christina Burghagen

Der Applaus ist verhallt und klingt in den Ohren noch wohlig nach. Die Gründerin des Gaia-Festivals Gwendolyn Masin lässt sich glücklich auf den Beifahrersitz sinken und schwärmt: «Es war top!» Hinten steigen Stefan und Debora, zwei Angehörige der tatkräftigen Crew, ein. Allrounderin des Festivals Claudia Tizzoni lässt den Motor an, auf gehts zum Parkhotel Gunten. Weitere Autos mit Künstlern sind unterwegs.

Die Eingangshalle des Jugendstilhotels präsentiert sich in all seiner Pracht. Nach und nach ­trudeln die Pianisten Alexander Lonquich und Vincenzo Maltempo, die Flötistin Janne Thomsen, der Kontrabassist Massimo Pinca mit seiner Frau Timi ein. Präsident Christoph Ott biegt gut gelaunt um die Ecke und umarmt Gwendolyn Masin. Maria und Ronald Masin, die Eltern von Gwendolyn, fachsimpeln angeregt. Ja, sie sind sich alle einig: Bei diesem Eröffnungskonzert haben alle Beteiligten alles gegeben. Nach jedem Auftritt klatschte das Publikum die Musikerinnen und Musiker zurück auf die Bühne.

Gershon Gerchikov und Andrei Pushkarev schlüpfen hinaus auf den Balkon, um ein Zigarettchen zu geniessen. Rotwein erweist sich als Lieblingsgetränk, um die Anspannung zu lösen und den Adrenalinpegel zu senken. Gaia-Direktorin Jacqueline Keller denkt noch nicht ans Zubett­gehen, und die Anspannung der letzten Wochen bis zum Festival scheint ihr nichts anzuhaben.

An einem Tischchen sitzen Evelyne und Res Kehrli beim Getränk. Die Eltern des Berner Troubadours Olivier Kehrli, des Partners von Gwendolyn Masin, zeigen beim Gaia-Festival vollen Einsatz, denn sie gehören zum Fahrdienst. «Ich bin durch Gwendolyn zur Klassik gekommen», sagt sie und lächelt. Sie wohne mit ihrem Mann in Schwarzenburg, dies heisse, es werde wieder spät.

Als Chauffeur ist auch Bernd Stahli unterwegs: «Ich seckle der Klassik nicht hinterher.» Alten traditionellen Jazz mag Stahli lieber. Musiker seien so höflich, erzählt er weiter, die sagen immer Danke. Sportler seien viel unfreundlicher.

Das Gähnen wird häufiger, die Gesellschaft löst sich gegen ein Uhr auf. Und irgendwie entsteht der Eindruck, dass sich hier eine Familie Gute Nacht wünscht.

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