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Falken und Kaffeemühle geschlossen

Die Bälliz-Restaurants Kaffeemühle und Falken sind auf richterlichen Beschluss ­geschlossen. Ob und wie es weitergeht, ist offen.

Falken im Bälliz (links) belibt die Küche bis auf weiteres kalt. Und weder Bier noch Kaffee gibts für unbestimmte Zeit in der Kaffeemühle.
Falken im Bälliz (links) belibt die Küche bis auf weiteres kalt. Und weder Bier noch Kaffee gibts für unbestimmte Zeit in der Kaffeemühle.
Bilder Marc Imboden

Wer im Thuner Bälliz im Restaurant Falken oder in der Kaffeemühle einkehren will, steht vor verschlossenen Türen. Durchgesickert ist, dass die ­50-jährige Jolanda Casserini – seit vier Jahren Pächterin im Falken und seit gut zehn Jahren Inhaberin der Kaffeemühle – in finanziellen Schwierigkeiten steckt. So sehr, dass sie, respektive ihre ­Casserini-Weber GmbH die Buchhaltung beim Richter deponieren musste. Dieser hat die Schliessung ­verfügt.

«Ich habe alles versucht, um das zu verhindern, sah aber letztlich keinen anderen Ausweg mehr», sagt eine zutiefst bestürzte Jolanda Casserini. Was hat ­dazu geführt? Vor allem während ihrer mehrmonatigen Abwesenheit aus gesundheitlichen Gründen (Rücken-OP) gabs mehrere, lange unentdeckte Unterschlagungen; dazu läuft nun ein Gerichtsverfahren.

Doppelte Überraschung

«Das war für uns eine doppelte und unerwartete Überraschung, denn die Pächterin ist uns gegenüber ihren Verpflichtungen immer nachgekommen», sagt Markus Gosteli, Vorsitzender der AEK-Geschäftsleitung gegenüber dieser Zeitung. Die AEK Bank ist Liegenschaftsbesitzerin. Sie hat vor kurzem bekannt gegeben, dass der Falken wegen des bevorstehenden Umbaus ab Ende Mai für drei Jahre geschlossen sein wird (wir berichteten).

AEK bedauert

Die AEK sei bisher als Vermieterin offiziell und amtlich nicht über eine anstehende Schliessung informiert worden. Gosteli bedauert auch, dass die Pächterin nicht vorgängigmit der AEK den Kontakt gesucht habe. Die Bank hätte sich um eine einvernehmliche Lösung für den Weiterbetrieb des Falken bis Ende Mai bemüht. Ob das Konkursverfahren jetzt noch beeinflusst werden könne, wisse man nicht. Wenn nicht, läuft das Inventarverfahren. Das dürfte eine gewisse Zeit dauern. Danach stellt sich für die AEK die Frage, ob es überhaupt noch Sinn macht, für wenige Wochen eine Übergangslösung zu suchen.

Mit der Restaurantschliessung haben insgesamt neun Angestellte ihre Arbeitsstelle verloren. Vom fünfköpfigen Falken-Team haben, bis auf eine Ausnahme, immerhin alle eine Lösung ab Juni gefunden.

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