Endlich ein Spielplatz fürs Flühli?

Steffisburg

Das Steffisburger Parlament müsste heute 214'000 Franken bewilligen.

Der bestehende Spielplatz beim Kindergarten Flühli soll vergrössert und öffentlich zugänglich gemacht werden. (Bild: Janine Zürcher)

Der bestehende Spielplatz beim Kindergarten Flühli soll vergrössert und öffentlich zugänglich gemacht werden. (Bild: Janine Zürcher)

Marco Zysset@zyssetli

Es ist eine dieser Geschichten, die unter dem Motto «Was lange währt, wird endlich gut» steht. Es war Herbst 2014, als eine Gruppe von 150 Anwohnerinnen und Anwohnern des Flühli-Quartiers beim Gemeinderat von Steffisburg eine Petition einreichte.

Ihr Anliegen: der Bau eines Spielplatzes im Quartier, das in den vorangehenden Jahren rasch gewachsen war. Sie wurden vertröstet auf ein Spielplatzkonzept, das in Arbeit sei; der Gemeinderat wolle eine Gesamtschau der Dinge fürs ganze Gemeindegebiet erstellen. 2016 statt wie angekündigt 2015 lag das Konzept vor, und es dauerte bis Anfang 2018, bis der Gemeinderat die Flühli-Bevölkerung einlud, ihre Ideen einzubringen.

Das hat sie getan – und jetzt liegt es vor: das konkrete Projekt für einen Spielplatz im Flühli, inklusive Kreditgeschäft im Grossen Gemeinderat (GGR). Dieser soll, so beantragt die Exekutive, am Freitagabend gut 214'000 Franken für den Spielplatzbau bewilligen.

Kostendach: 200'000 Fr.

Mit der vorliegenden Kostenschätzung erfüllt der Gemeinderat freilich die Vorgaben des Parlaments nicht ganz. Dieses hatte nämlich 2018 entschieden, der Spielplatz dürfe nicht 360'000 Franken kosten, wie damals angenommen, sondern «nur» maximal 200'000 Franken. Der Gemeinderat versichert nun, «mit Aktionen, Aktivitäten und einem strikten Kostenmanagement in der Ausführung» werde diese Vorgabe eingehalten.

Alle Beteiligten seien nach wie vor vom Projekt überzeugt, heisst es in den Unterlagen zur heutigen GGR-Sitzung. Es soll eine «naturnahe Spiel- und Lebenswelt geschaffen werden», wenn auch aus Kostengründen auf den Sitzplatz und die Feuerstelle verzichtet werden müsse. Beibehalten wurde hingegen die Abtrennung zwischen Kindergartenbereich und öffentlichem Teil des Spielplatzes.

Finanziell belastet der Spielplatz die Gemeinderechnung in den nächsten zehn Jahren mit rund 29'000 Franken pro Jahr, wobei der Löwenanteil dieser Kosten in den nächsten sechs Jahren Zinsen und Abschreibungen in der Höhe von rund 21'000 Franken jährlich ausmachen. Die Investition wird während 10 Jahren abgeschrieben.

Den Unterhalt und Betrieb des Spielplatzes übernimmt der Werkhof der Gemeinde. «Durch die naturnahe Gestaltung ist die Anlage nicht sehr pflegeintensiv», wird den GGR-Mitgliedern in den Sitzungsunterlagen versichert. Das Projekt ist im Finanzplan 2019 bis 2023 eingestellt.

Thuner Tagblatt

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