Empa zieht im Jahr 2022 im ESP Thun Nord ein

Thun

Jetzt ist klar, wohin die Empa umsiedelt: Sie wird ihre Zelte ab dem Jahr 2022 definitiv auf dem Areal des Entwicklungsschwerpunkts Thun Nord aufschlagen.

Die Parzelle B5 liegt an der Kreuzung Allmendstrasse/General-Wille-Strasse beim Auslauf der Alpenbrücke.

Die Parzelle B5 liegt an der Kreuzung Allmendstrasse/General-Wille-Strasse beim Auslauf der Alpenbrücke.

(Bild: Google Maps)

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Thun, das Planungsamt und das Amt für Stadtliegenschaften vermeldeten gestern «einen Meilenstein in der Arealentwicklung». Gemeint ist das Gelände des Entwicklungsschwerpunktes (ESP) Thun Nord, wo in den nächsten 15 Jahren rund 62 Hektaren, die bisher für die Armee und armeenahe Unternehmungen genutzt wurden, schrittweise neu organisiert und zum Teil der Privatwirtschaft zugeführt werden.

Das Bundesamt für Rüstung, Armasuisse, tritt der Stadt Thun damit jenes Land ab, auf dem die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ein neues Gebäude erstellen will. Wie Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz auf Anfrage eine Mitteilung der Stadt ergänzte, erhält die Stadt von Armasuisse ein langfristiges Baurecht. Die Empa wird gemäss der Mitteilung der Stadt im Jahr 2022 als erste Nutzerin auf der Bauparzelle B5 einziehen.

Standort wird ausgebaut

In den letzten Jahren konnte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Kanton den Standort der Empa in Thun langfristig sichern. So sprach der Stadtrat im Februar 2017 einen Kredit von 1,7 Millionen Franken; im März desselben Jahres gab auch das Kantonsparlament grünes Licht und bewilligte einen Verpflichtungskredit über 10 Millionen Franken (wir haben berichtet). Hierbei wurde vereinbart, dass die Empa den bisherigen Standort Thun in Bezug auf Fläche und Mitarbeitende erheblich vergrössert. Aktuell beschäftigt die Empa an der Feuerwerkerstrasse 39 in Thun rund 70 Angestellte.

Die Empa plant nun in Thun ein Kompetenzzentrum für neuartige Werkstoffe. Konkret geht es um die Erforschung neuer Möglichkeiten im 3-D-Druck.

Stadt sucht Partner

Die künftigen Flächen auf dem sogenannten Baufeld B5 sollen in drei Etappen der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden. Hierfür werde nun ein Entwicklungspartner gesucht, der das Areal mit der Stadt Thun an den Markt bringe, steht in der Mitteilung der Stadt weiter geschrieben.

«Die vier eingeladenen Unternehmungen erarbeiten bis im Frühjahr 2019 einen Vorgehensvorschlag», schreibt die Stadt. Im Rahmen einer Weiterbearbeitung mit zwei Bewerbern sei die Erarbeitung von Vorprojekten und danach die abschliessende Wahl eines Vertragspartners vorgesehen.

Die Parzelle B5 liegt an der Kreuzung Allmendstrasse/General-Wille-Strasse beim Auslauf der Alpenbrücke. Sie ermöglicht dem Wirtschaftsstandort Thun gemäss Angaben der Stadt ein Ansiedlungspotenzial von rund 50000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche.

Thuner Tagblatt

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