Einbahnregime gilt für Taxis nach der Bauphase nicht

Thun

Ab Mitte Juli, wenn die Bauphase zu Ende ist, dürfen auch Taxis vom Lauitor im Gegenverkehr in Richtung Bahnhof Thun fahren.

Ab Mitte Juli können auch Taxis trotz Einbahnregime im Gegenverkehr vom Lauitor in Richtung Bahnhof fahren.

Ab Mitte Juli können auch Taxis trotz Einbahnregime im Gegenverkehr vom Lauitor in Richtung Bahnhof fahren.

Als flankierende Massnahme zum Bypass Thun Nord wurde letztes Jahr in der Innenstadt ein neues Verkehrsregime eingeführt. Dazu gehören für den Autoverkehr die Einbahnabschnitte auf den Achsen Rex-Kreisel–Marktgasse und Lauitor–Maulbeerkreisel. «Die Massnahmen sollen zusammen mit weiteren die Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten und die Verkehrssicherheit erhöhen», schreibt die Stadt in ihrer Medienmitteilung und ruft mit diesen Worten das Ziel vom Bypass Thun Nord in Erinnerung.

Auf beiden Achsen sind STI-Busse und Velos von der Regelung des Einbahnregimes ausgenommen. Während dies auf der Strecke Rex-Kreisel–Marktgasse bereits heute auch für Taxis gilt, werden sie vom Lauitor zum Freienhof erst nach ­Beendigung der aktuellen Intensivbauphase im Gegenverkehr ­fahren dürfen.

Antwort auf Bedürfnisse

«Wir erweitern diese Ausnahme für Taxis, weil der Umweg für die Fahrgäste sonst zu kostspielig ist», ergänzt Bauvorsteher Konrad Hädener (CVP) auf Anfrage die Mitteilung. Ihr ist die Antwort des Gemeinderats auf ein Postulat von Franz Schori beigefügt, in welchem der SP-Stadtrat und Mitunterzeichnende die Taxi-Durchfahrt vom Lauitor zum Bahnhof fordern. «Mit der Ausnahme entsprechen wir den Bedürfnissen von Taxiführenden sowie deren Kundinnen und Kunden – und erfüllen die Forderung des Postulats», sagt Hädener. Und: «Die Anbindung der Fahrgäste zum Bahnhof, zu den Geschäften der Innenstadt oder zu Arztpraxen kann damit in einem zeitlich angemessenen Rahmen gewährleistet werden.»

Ein Risiko birgt jedoch diese Ausnahme: Auf diesem Strassenabschnitt werden wie heute einzig die Busse und nicht auch die Taxis licht­signalgesteuert durch das Einbahnregime fahren, was zu riskanten Gegenverkehrssituationen führen kann. «Die Platzverhältnisse auf dieser Achse sind eng und setzen ein aufmerksames Fahrverhalten aller voraus», sagt der Gemeinderat. «Taxifahrerinnen und -fahrer sind geübt. Wir gehen davon aus, dass sie die Gegebenheiten wie Gegenverkehr, Fussgänger und Verengungen beim Befahren berücksichtigen können.»

Aufmerksam fahren nötig

Die Intensivbauphase dürfte am 5. Juli abgeschlossen sein. Danach wird die neue Ausnahmeregelung auf der Achse Lauitor–Freienhof signalisiert. «So», sagt Konrad Hädener, «können die Taxis ab Mitte Juli durch das Einbahnregime fahren.» Der Gemeinderat wird daher an der Sitzung des Stadtrats vom 16. Mai beantragen, das Postulat anzunehmen und zugleich abzuschreiben. Für Hädener ist jedoch klar: «Wenn sich die Regelung nicht bewähren sollte und es mit dieser Taxi-Durchfahrt Probleme geben sollte, ist der Gemeinderat verpflichtet, dieses Regime wieder zu überdenken.»

Thuner Tagblatt

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