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Ein Fest für Laufende und das Publikum

Ideales Wetter und ein Sieger aus Frankreich: Der 63. Brienzerseelauf war ein Familienfest und ganz grosser Sport für alle teilnehmenden Läuferinnen und Läufer.

Die drei Schnellsten bereits am Start vorneweg (von links): Romeo Imhof, Sieger Clèment Durance (130) und Fabrice Fauser.
Die drei Schnellsten bereits am Start vorneweg (von links): Romeo Imhof, Sieger Clèment Durance (130) und Fabrice Fauser.
Anne-Marie Günter

Die Sieger-Analyse der Strecke 2019 war diesmal en français: den 63. Brienzerseelauf hat Clément Durance aus Aix-les-Bains in Frankreich gewonnen. Mit einer starken Zeit von 2:04.42,7; damit lief er acht Minuten vor dem zweitplatzierten Romeo Imhof aus Naters ins Ziel. Locker, nicht schweissnass und nicht atemlos.

Es war für ihn ein einsames Rennen, denn lag auf jedem Streckenabschnitt um Minuten vorn. Mit dem Anfang seines Rennens war er sehr zufrieden. Die Strecke hat ihm gefallen. Beim Forsthaus in Brienz hat er dann aber Magenschmerzen bekommen und musste sein Tempo etwas drosseln.

Damit hat er das anvisierte Ziel, die Strecke unter zwei Stunden zu bewältigen, nicht ganz erreicht. Vielleicht nächstes Jahr? Er denkt, dass er nicht zum letzten Mal am Brienzerseelauf teilgenommen hat, die Distanz von 35 Kilometer stimmt für ihn, denn er läuft verschiedene Distanzen.

Da seine Freundin in der Region Bern lebt und eine Grossmutter in Schwanden bei Brienz hat, kennt er die Region, auch vom Skifahren auf dem Hasliberg. So ganz überraschend war sein Sieg in der Szene übrigens nicht: er hat am Jungfraumarathon 2019 den ausgezeichneten achten Rang belegt.

Top-Halbmarathon für Jaun

Einen perfekten Laufsommer hat Karin Jaun aus Unterseen mit dem Overall-Sieg in einer Zeit von 1:26.24,0 im Halbmarathon gekrönt. Sie war bereits am Jungfrau-Marathon, am Inferno-Halbmarathon, am Glacier Run in Gstaad und am Aletsch-Halbmarathon die Schnellste ihrer Kategorie.

Die junge Sina Scherling aus Guttannen belegte Overall den dritten Rang. Aufs oberste Treppchen in der Kategorie M50 stieg Christoph Seiler im Halbmarathon, Overall war Jari Claes aus Wilderswil der Schnellste.

An Läufernachwuchs in der Region mangelt es nicht: Bei den Knaben U10 siegte Leon Ellenberger aus Bönigen, U16 war Mario Jurt aus Faulensee der Schnellste, U13 war es Mario Steiger aus Därligen.

Bei den Mädchen U13 siegte Jasmine Ruegsegger aus Matten. Spitzenplätze belegten Tim Grossniklaus aus Wilderswil, Florian Moor aus Hasliberg, Ladina Reist aus Bönigen, Aina Scherling aus Guttannen und Angela Rüegsegger aus Matten.

Ganz besonders war der Lauf der U13 Mädchen. «Nächstes Mal müssen wir sie anbinden», witzelte Speaker Christoph Leibundgut. Während dreissig Mädchen gespannt auf den Start warteten, schepperte Trauffers «Brienzer Buurli» aus dem Lautsprecher, und die Läuferinnen tänzelten, sprangen, klatschten und drängelten ein wenig. Und liefen bereits kurz vor dem Startschuss los.

Beim 10-Kilometer-Lauf siegte Michael Graf aus Matten bei den Junioren. Rein oberländisch war das Podium bei den Juniorinnen: Corinne Suter aus Wengi, Nadin Wälti aus Spiez und Joana Pereira aus Schattenhalb, allerdings hatten die 10-Kilometer-Junioren wenig Konkurrenz.

Den grössten Publikumserfolg hatten wie immer die Pfüderis. Die grösseren gingen mit sichtlicher Motivationen auf die 200 Meter-Strecke, die Kleineren waren manchmal einfach herzig, und die Medaille und ein Preissäcklein liessen auch einige Tränchen trocknen. Insgesamt wurden 782 Läuferinnen und Läufer rangiert, darunter acht Nordicwalker, die ziemlich geschlossen und mit Spass unterwegs waren.

Teilnehmermässig ausbaufähig wäre die Teamtrophy beim 10-Kilometer-Lauf: «Mit einem Ballspiel – laut Leibundgut war es diesmal ein Rogerer-Federer-Dart – am Stand des Hauptsponsors IBI kann man sich Bonuspunkte erspielen.

Langweilig wird es am Brienzerseelauf auch Nichtläufern nie: Viele Starts, Zieleinläufe, Preisvergaben und das Treffen mit Verwandten und Bekannten lassen die Zeit im Nu vergehen.

Rangliste: brienzerseelauf.ch

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