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Drei Tage «Erholung für die Seele»

Ab Donnerstag steht das Mundwerk in Thun während dreier Tage ganz im Zeichen der Singer-Songwriter-Musik. Klangheimlich geht in die sechste Runde.

Gabriel Berger/pd
Spielen im Mundwerk (v.l.): Liv Summer (Samstag), Roli Frei (Freitag) und Mara Simpson (Samstag).
Spielen im Mundwerk (v.l.): Liv Summer (Samstag), Roli Frei (Freitag) und Mara Simpson (Samstag).
zvg

Bevor sich der Frühling so richtig in Szene setzen wird, spriesst in den nächsten Tagen in Thun noch ein ganz anderes zartes Pflänzchen: In der Kulturbar Mundwerk in der Oberen Hauptgasse steigt die sechste Ausgabe des Singer-Songwriter-Festivals Klangheimlich. Während andere Musikveranstaltungen von Jahr zu Jahr grösser werden, kommt Klangheimlich nach wie vor mit den gleichen Zutaten aus wie bei der Premiere 2012. Auf dem Programm stehen drei Abende in intimem Rahmen mit je drei Konzerten für alle Liebhaber von Indie- und Folkmusik.

Von verträumt-poetisch bis empört

Den Auftakt machen morgen Donnerstag Sophie Louise,Deshain und Lower Pink. Die Zürcherin Sophie Louise hat drei junge Musiker an ihrer Seite, spielt aber während eines Konzerts auch immer wieder gerne einen Song ganz alleine auf ihrer Gitarre. Die Songs des Berners Deshain wiederum sind «verträumt, andere kraftvoll und wieder andere geheimnisvoll und poetisch», wie es in den Presseunterlagen zum Festival heisst. Lower Pink alias Cédric Lagger aus Luzern performt in sonorem und zerbrechlichem Bariton authentische Indie-Folk-Songs, oft von melancholischen Mariachi-Trompeten begleitet. Bandkopf Lagger wurde auch schon mit der US-Band The National verglichen.

Am Freitag gehört die Bühne Trummer und Nadja Stoller,Roli Frei und Benjahndo. Trummer und Stoller treten nicht nur seit Jahren miteinander auf. Es verbindet sie zudem die Herkunft aus dem Frutigtal. In ihrem neuen Programm mit allerlei akustischen Instrumenten vertonen sie Texte der Dichterin Maria Lauber (1891–1973), die einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden sollen. Roli Frei aus Basel begeistert seine Zuhörer seit nunmehr 45 Jahren.

Er zaubert «etwas Soul, etwas Blues und ganz viel Herz» auf die Bühne, schreibt das Mundwerk. Seine Stimme wirke bei ganz leisen und feinen Tönen genau so überzeugt, wie wenn er damit Wut oder Empörung zum Ausdruck bringe. Den Abschluss machen Benjahndo. Hinter dem Namen stehen die drei Thuner Musiker Benjamin Kohli, Nando Fend und Hänsu Iseli, die zum ersten Mal überhaupt in dieser Formation auftreten.

International wird es schliesslich am Samstag, wenn Mara Simpson,Liv Summer und Naked Hazelbeard zum Handkuss kommen. Die Melodien der Musikerin Mara Simpson aus England werden als «beseelt, reich an Lyrik und anmutig» bezeichnet. Wer die Songs der Zürcherin Liv Summer hört, wird dagegen in sein eigenes Roadmovie katapultiert, riecht die schwere Luft, fühlt Aufbruchstimmung und Wehmut. Hauptsächlich ruhige und gefühlvolle Songs mit viel Tiefgang aus eigener Feder wird die deutsche Gruppe Naked Hazel­beard zum Besten geben. Rhythmisch angetrieben wird der Midtempo-Akustiksound durch Cajon und Percussions.

Viele Anfragen von Bands

Reto Kupferschmied, der Betreiber des Mundwerk, hat wie üblich viele Anfragen von Künstlern für einen Auftritt am Festival erhalten. Für weitere Ausgaben von Klangheimlich stehen die Zeichen dementsprechend gut. Welches sind seine persönlichen Highlights der Ausgabe 2017? «Grundsätzlich freue ich mich natürlich auf alle Singer-Songwriter. Roli Frei, der schon mehrmals bei uns zu hören war, gefällt mir persönlich sehr gut. Zudem bin ich gespannt auf Benjahndo.» Wachsen will Kupferschmied mit dem Festival nicht. Es soll klein, aber fein bleiben. Oder wie es im Pressetext heisst: «eine erholsame Insel für gestresste, rastlose Seelen».

Festival Klangheimlich in der Kulturbar Mundwerk (Obere Hauptgasse 49, Thun): Do., 2., bis Sa., 4. März. Konzertbeginn jeweils um 20.15 Uhr (Türöffnung 19.30 Uhr). Eintritt pro Abend: 20 Franken. Weitere Infos online unter www.mundwerk-thun.ch.

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