Die Sammlung braucht mehr Platz

Thun

Das Kunstmuseum Thun benötigt mehr Platz für die Werke der eigenen Sammlung. Der Stadtrat entscheidet deshalb über einen Kredit für den Ausbau des erweiterten Sammlungsdepots.

Skulpturen, aber auch Bilder lagern im Depot des Kunstmuseums Thun. Aus Platzgründen soll es nun ausgebaut werden.

Skulpturen, aber auch Bilder lagern im Depot des Kunstmuseums Thun. Aus Platzgründen soll es nun ausgebaut werden.

(Bild: PD)

1065 Gemälde, 5914 Grafiken und 165 Skulpturen: Diese und weitere Kunstwerke – insgesamt sind es über 7000 Ausstellungsstücke – gehören zur Sammlung des Kunstmuseums Thun. Durch Ankäufe und private Schenkungen wird die Sammlung ausserdem laufend erweitert.

Es erstaunt daher nicht, dass der Platz im Depot des Kunstmuseums allmählich knapp wird. An seiner nächsten Sitzung vom 5. Juli befindet der Thuner Stadtrat nun über einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 248'000 Franken für den Ausbau des bisherigen Depots.

Plus 87 Quadratmeter Fläche

«Die Suche nach einem neuen Standort war in den letzten Jahren erfolglos. Nun hat sich die Gelegenheit ergeben, die bestehende Mietfläche zu erweitern», heisst es in den Unterlagen zum Stadtratsgeschäft. Das alte und neue Depot befindet sich seit dem Jahr 2000 in einem Lagergebäude nahe der Innenstadt.

«Nun hat sich die Gelegenheit ergeben, die bestehende Mietfläche zu ­erweitern.»Aus den Stadtratsunterlagen

Die genaue Adresse wird aus Sicherheitsgründen nicht verraten. Die zusätzliche Fläche von 87 Quadratmetern fürs Museum konnte das Amt für Stadtliegenschaften Thun bereits per 1. Januar 2018 hinzumieten. Der Mietvertrag läuft unbefristet; die Mehrkosten wurden schon bewilligt. Total beläuft sich die Miete für die 353 Quadratmeter, verteilt auf zwei Geschosse, auf jährlich 26'003 Franken.

Raumklima optimieren

Weil die klimatischen Bedingungen im ganzen Gebäude «wegen der Temperaturschwankungen ungenügend» sind, plant der Gemeinderat gemäss den Stadtratsunterlagen «Massnahmen zur Optimierung des Raumklimas sowie für die bedarfsgerechte Ausstattung der Zusatzfläche und die flächeneffiziente Einrichtung der bestehenden Mietfläche».

Für die langfristige Erhaltung der Kunstwerke sei die Optimierung des Raumklimas essenziell. So ist etwa vorgesehen, Ventilsteuerungen einzubauen, um die Temperatur konstanter zu halten. Durch die Umlagerung des Depots sollen wiederum die Räume optimal ­genutzt und der Zugriff zu den Werken verbessert werden.

Von den 248'000 Franken, über die der Stadtrat zu befinden hat, entfallen 115'000 Franken auf die Einrichtung. Sagt das Parlament Ja zum Ausbau, soll dieser noch 2018 erfolgen.

Berner Zeitung

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