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Die Genossenschaft ersetzt die ältesten Häuser mit Neubauten

Um in etwa 20 Jahren die 1. Etappe erneuern zu ­können, will die Wohnbaugenossenschaft Hohmad ihre Hypotheken abbauen. Sie feierte mit einer Schiffsfahrt ihr 70-jähriges Bestehen.

«Es ist nun an uns, das Werk der Gründerväter zu pflegen und in eine sichere Zukunft zu führen», hielt Heinz Berger, Präsident Wohnbaugenossenschaft (WBG) Hohmad, an der gut besuchten Jubiläumsgeneralversammlung auf der Schiffsrundfahrt auf dem Motorschiff Schilthorn am vergangenen Wochenende fest.

Ein Blick zurück: Gegen die grosse Wohnungsnot in den Nachkriegsjahren gewährten Bund, Kantone und Gemeinden Subventionen von je 10 Prozent der Baukosten. Das bewirkte eine rege Bautätigkeit auch von Wohnbaugenossenschaften und so auch in Thun. 1947 wurde die WBG Hohmad gegründet. Ihre erste von drei Etappen realisierte sie mit 60 Wohnungen für 2 Millionen Franken auf dem Haldemanngut im Dreieck Hohmad- Mattenstrasse. Eine 3-Zimmerwohnung kostete damals 110 und eine 4-Zimmerwohnung 120 Franken Monatsmiete. Genossenschaftsmitglieder hatten Anteilscheine von 800 Franken zu hinterlegen.

Wenn die Blöcke im Baurecht auf Stadtland lagen, mussten die Bewerber mindestens 2 Jahre in Thun gelebt haben und brauchten für den Zuschlag die Zustimmung des Gemeinderates. So sollten auf eine preiswerte Wohnung angewiesene Familien begünstigt werden. Heute verfügt die Hohmad über 116 Wohnungen.

Der Unterschied

WBG stünden nicht nur für günstige Wohnungen, legte Präsident Heinz Berger dar, sondern «sie stehen für Grundwerte wie Selbsthilfe, Eigenverantwortung, Solidarität, Loyalität und Gleichstellung, also genossenschaft­liches Denken und Verhalten». An jenen Eigenschaften mangle es leider oft, wenn auch nicht so sehr, in der WBG Hohmad. Im Fokus stünden günstiges Wohnen und «der Rest ist ihnen egal».

Im Unterschied zu «normalen», privaten Vermietenden bewirtschaften WBG ihre Liegenschaften nicht renditeorientiert. Deshalb können sie statt Markt- günstigere Kostenmieten an­setzen.

In sichere Zukunft führen

Das Baurecht für die erste Bauetappe der Hohmad-WGB wird zum Ende 2045 fast 100-jährig sein. «Ein Um- und Ausbau der Liegenschaften ist weder möglich noch sinnvoll», sagte Heinz Berger. Die zweistöckigen Gebäude sollen in 20 bis 25 Jahren durch Neubauten ersetzt werden. Damit dies realisier- und finanzierbar sein wird, ist die WBG dabei, die Hypotheken im Wert von gut 8 Millionen Franken laufend abzubauen. Dafür hat die Genossenschaft die derzeitigen Beträge für die Mieten bereits «eingefroren» (wir berichteten).

Im Berichtsjahr wurden für die Amortisation 100 000 Franken eingesetzt. Die Rechnung schloss bei einem Aufwand von 818 881 Franken mit einem Gewinn von 1676 Franken.Wegeneines Missverständnisses ist in der Ausgabe von gestern der Bericht von der Hauptversammlung 2016 erschienen. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler.

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