Die Duftmarke aus Pohlern

Jwan Reber aus Pohlern hat eine limitierte Sondermarke der Post gestaltet. Der Clou: Sie verströmt Quittenduft.

Brigitte Kunz und Jwan Reber mit der neuen Quittenbriefmarke.

Brigitte Kunz und Jwan Reber mit der neuen Quittenbriefmarke.

(Bild: Marc Imboden)

«Plakate oder Briefmarken zu gestalten, ist für einen Grafiker das Grösste», sagt Brigitte Kunz, die mit ihrem Lebens- und Geschäftspartner Jwan Reber die Animus-Grafik GmbH in Pohlern führt. Das ist leicht nachvollziehbar: Plakate sind gross und ziehen die Blicke auf sich. Briefmarken braucht – zumindest vorläufig – jede und jeder immer mal wieder, zudem werden sie gesammelt und bleiben damit theoretisch für die Ewigkeit erhalten.

Jwan Reber hat das grosse Los gezogen: Er durfte die Sondermarke «Quittenduft» für die Post gestalten. «Ich wurde von Bernhard Kallen, dem stellvertretenden Leiter Produktmanagement Briefmarken und Philatelie, vor rund einem Jahr für den Auftrag angefragt, weil er eine zarte Handzeichnung wollte und wusste, dass meine Arbeitsweise seinen Vorstellungen entspricht», erinnert sich Reber.

Der Favorit gewann

Nachdem sie eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben hatten, begannen sich Reber und Kunz intensiv mit dieser Frucht auseinanderzusetzen. «Es gibt Quitten mit Apfel- und Quitten mit Birnenform. Wir entschieden uns für Letztere und beschlossen, dass wir die Frucht am Baum zeigen wollten, zusammen mit einer Frau, die an ihr riecht», blickt Reber zurück. Er machte dem Team um Bernhard Kallen drei Vorschläge. «Es hat mich sehr gefreut, dass sie sich für ­meinen Favoriten entschieden haben!»

Im nächsten Schritt machte ­Reber die Bleistiftzeichnungfertig, scannte sie ein und kolorierte sie mit dem «Photoshop»-Programm. Beim Drucken wurde die Quitte schliesslich mit einem Lack aus mikroskopisch kleinen Duftkapseln bestückt, die den typischen Geruch dieser Frucht verströmen, wenn man sie reibt.

«Für uns war die Zusammenarbeit mit der Post eine sehr interessante Erfahrung», resümiert Jwan Reber. «Ich konnte sehr selbstständig und ohne viele Vorgaben arbeiten.» – «Man brachte uns und unserer Arbeit sehr viel Respekt entgegen», ergänzt Brigitte Kunz. www.animus-grafik.ch

Thuner Tagblatt

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