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«Die Bilder habe ich im Kopf gespeichert»

Fritz Thierstein ist Bezirkschef der Kantonspolizei Bern erzählt von tief gehenden Bildern und was Gedenkstätten für Verstorbene für ihn persönlich bedeuten.

Fritz Thierstein ist Bezirkschef der Kantonspolizei Bern in Meiringen.
Fritz Thierstein ist Bezirkschef der Kantonspolizei Bern in Meiringen.
Fritz Lehmann
Unfallsituation auf dem Grimselpass mit mehreren Beteiligten. Zwei Rega-Helikopter landen auf der Strasse.
Unfallsituation auf dem Grimselpass mit mehreren Beteiligten. Zwei Rega-Helikopter landen auf der Strasse.
Kapo Bern
Der Kreisoberingenieur Markus Wyss erklärt auf Anfrage, dass der Kanton ein Merkblatt ausgearbeitet habe, auf dem die wichtigsten Regeln zum Umgang mit Gedenkstätten entlang von Kantonsstrassen festgehalten seien.
Der Kreisoberingenieur Markus Wyss erklärt auf Anfrage, dass der Kanton ein Merkblatt ausgearbeitet habe, auf dem die wichtigsten Regeln zum Umgang mit Gedenkstätten entlang von Kantonsstrassen festgehalten seien.
Christian Pfander
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Fritz Thierstein, die Unfallstatistik sagt, dass es in Ihrem Gebiet im vergangenen Jahr 129 Unfälle mit 45 Schwerverletzten und 8 Toten gegeben hat. Sie und Ihre Kollegen müssen bei einem Alarm von einer Minute auf die andere wildfremde Menschen betreuen, die vielleicht mit ihrem Leben ringen – wie erleben Sie solche Situationen?Fritz Thierstein: Ich bin seit 30 Jahren in Meiringen stationiert und habe Dutzende von tief gehenden Bildern in mir gespeichert. Diese Bilder haben nicht nur ich, sondern vermutlich auch die Helfer von Feuerwehr, Sanität, Rettungshelfer, Rega und Bestatter im Kopf. Alle Helfer sind bei einem solchen Ereignis an vorderster Front. Mit vielen Verletzten und Schwerstverletzten habe ich in meiner Tätigkeit gesprochen. Von Einzelnen erahnte ich, dass sie vor Ort oder in Kürze sterben werden. Die Begleitung ist mir da wichtig und selbstverständlich.

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