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«Die Berge machen uns Walliser bissiger»

Diese und weitere Anekdoten erzählte der bekannte TV-Moderator Rainer Maria Salzgeber am fünften Thuner Networking Day vor 360 geladenen Gästen.

«Beim 16. Anruf wurde ich endlich zu Urs Leutert durchgestellt.» – Rainer Maria Salzgeber über seine Versuche, bei SRF einen Job zu angeln. Foto: zvg
«Beim 16. Anruf wurde ich endlich zu Urs Leutert durchgestellt.» – Rainer Maria Salzgeber über seine Versuche, bei SRF einen Job zu angeln. Foto: zvg

«Ich habe mit 50 Jahren den Zenit erreicht als Moderator mit dem ‹Donnschtig-Jass›», sagte Rainer Maria Salzgeber am Donnerstagabend in der Halle 6 vor 360 Besuchern am fünften Thuner Networking Day. Zur Erklärung fügte er hinzu: «Die Leute fressen uns Moderatoren in dieser Sendung fast.»

Die Premiere derartiger Nähe zum Publikum erlebte Salzgeber im Juli 2019 in Thun. Kurz darauf konnte der Walliser aus Raron den 50. Geburtstag feiern und sein 25-Jahr-Jubiläum beim Schweizer Fernsehen.

«Habe mich aufgedrängt»

Wie er dazu kam, schilderte er wie folgt: «Ich wollte es mit allen Mitteln schaffen und habe mich aufgedrängt», sagte Salzgeber, der einst beim Radio Rottu anfing. Dort habe er gemerkt: «Das ist meine Passion.» Also schickte der junge Radiomoderator ein Tonband nach Zürich. Nach einem halben Jahr erhielt er die Rückmeldung, dass erst in anderthalb Jahren wieder eine Ausschreibung stattfinde.

Das hat Salzgeber nicht akzeptiert und rief direkt in der Abteilung Sport an. «Beim 16. Anruf wurde ich endlich zu Urs Leutert durchgestellt», erzählte Salzgeber. Der damalige Leiter habe ihn dann zu ersten Sprachtests eingeladen. «Ich war wie in Trance danach», erinnert sich Salzgeber, der sich bei Leutert für den Job bedankte, noch bevor er überhaupt das erste Mal vor der Kamera stand.

Er befolgt sieben Maximen

So gelang es dem ambitionierten Walliser, sein Hobby zum Beruf zu machen, wo er die Schweizer Fussballnationalmannschaft im Juni an die EM begleiten wird. «Die Berge machen uns Walliser bissiger», meinte der TV-Moderator mit Verweis darauf, dass es neben Ausdauer auch Fleiss braucht, um im Fernsehen bestehen zu können.

Dazu seien weiter Leidenschaft – diese brachte Salzgeber aus dem Wallis mit – und Fachwissen erforderlich. Das könne man sich aneignen, «oder man holt es sich ins Boot», erklärte der Moderator in Anspielung auf die Segelregatten mit der Alinghi, für die ein Segelexperte als Co-Kommentar engagiert wurde.

Kritik aushalten zu können sowie zuhören und nicht zutexten zu wollen, seien weitere Maximen für den Moderatorenjob. Salzgeber übt diesen heute manchmal zusammen mit Tochter Cloé aus und betont: «Ohne meine Frau Chantal hätte ich den Weg nicht gehen können».

Mobiliar zieht bald um

Die bunte Kleidung ist neben dem Dialekt und dem zweiten Vornamen ein Markenzeichen Salzgebers. «Ich habe grüne Hosen schon in Brig getragen», betonte der TV-Moderator, der als Dank für seine Ausführungen ein Paar farbige Socken erhielt von Julian von Känel. Der Generalagent von der Mobiliar trat am Networking-Abend als Sprecher der Gastgeber auf.

Das waren weiter Gerhard Frey und Thomas Hueber, Rechtsanwälte und Notare aus Thun, Treuhänder Cristian Fröhlich aus Gümligen und Jürg Messerli, der die Berner Kantonalbank vertrat. Sie alle erläuterten zum Auftakt Fachfragen. Dabei verriet Julian von Känel, dass die Mobiliar Anfang Mai vom Bälliz an die Bernstrasse 7 umziehen wird.

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