Die ARA Thunersee präsentiert positive Zahlen

Teuffenthal

Die Region Teuffenthal wird neu Mitglied des ARA-Verbands. Dieser geschäftete gut.

Di ARA in Uetendorf. Die Gemeinde Teuffenthal will sich ihr nächstes Jahr anschliessen.

Di ARA in Uetendorf. Die Gemeinde Teuffenthal will sich ihr nächstes Jahr anschliessen.

(Bild: Christoph Gerber)

«Die ARA Thunersee blickt auf ein Jahr mit erfreulich guten Leistungen zurück», sagte Präsident Hans Boss an der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbands in der Hotelfachschule Thun. Trockenes Wetter mit geringen Abwassermengen und hohen Temperaturen sowie ein neuer Anlageteil zur Elimination von organischen Spurenstoffen in der Abwasserreinigungsanlage hätten dazu beigetragen.

Als erfreuliche Nebeneffekte bezeichnete Geschäftsführer Bruno Bangerter einen geringeren Chemikalien-, Pulveraktivkohle- und Energieverbrauch sowie einen tieferen Klärschlammanteil als im Budget eingerechnet. Damit seien auch die Kosten mit minus10,3 Prozent deutlich tiefer als erwartet ausgefallen.

30 Prozent unter Budget

Zusammen mit den hohen, dem Ausbauprojekt belasteten Eigenleistungen liegen die Nettokosten für die 35 Verbandsgemeinden mit 5,506 Millionen Franken 935'000 Franken unter dem Budget. Positiv präsentiert sich die Abrechnung über die im September des letzten Jahres eingeweihte Anlage zur Elimination von organischen Spurenstoffen (Pulveraktivkohledosierung PAK).

Im Herbst 2014 hatte die Delegiertenversammlung hierfür einen Kredit von 25,87 Millionen Franken bewilligt. Nun betragen die Baukosten 18,9 Millionen Franken. Die Budgetunterschreitung von rund 30 Prozent sei unter anderem auf günstige Offerten und Baubedingungen sowie auf das Ausbleiben von Verzögerungen zurückzuführen, beantwortete der Geschäftsführer die Frage eines Delegierten.

Der Ausblick auf das neue Jahr sieht wegen der gesenkten Sätze für die kantonale Abwasserabgabe bereits wieder eine deutliche Budgetunterschreitung vor. Der Grosse Rat und der Regierungsrat haben die dafür nötigen Bestimmungen genehmigt.

Eigene Anlage genügt nicht

Die Gemeinde Teuffenthal hat auf den 1. Januar 2020 ein Anschlussgesuch an den Gemeindeverband gestellt. Grund dafür war, dass die 1998 in Betrieb genommene gemeindeeigene Wurzelraumkläranlage den Anforderungen nicht mehr genügt. Somit wird die 123 Einwohner zählende Gemeinde ihre Abwassermenge von 26 Kubikmeter pro Tag künftig zur ARA Thunersee leiten.

Die Einkaufssumme beträgt 65'775 Franken. Die mutmasslichen jährlichen Kosten der Spezialfinanzierung Abwasser wurden in diesem Zusammenhang im Dezember 2017 auf jährlich rund 26'000 Franken veranschlagt. Dieses wie auch die übrigen Geschäfte haben die aus 21 Gemeinden anwesenden Delegierten durchgewinkt.

Rücktritte angekündigt

Geschäftsführer Bruno Bangerter wird im Januar 2020 in Pension gehen. Das Auswahlverfahren für die Nachfolge sei durch einen Ausschuss aus dem Vorstand eingeleitet worden, teilte Präsident Hans Boss mit. Die Wahl liegt in der Kompetenz des Vorstands. Der 68-jährige Boss seinerseits hat den Rücktritt als Präsident auf Jahresende angekündigt.

www.arathunersee.ch

Thuner Tagblatt

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