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Der Vertrag ist da, aber das Geld fehlt noch

Im ehemaligen Kino City in Thun wird wohl bald wieder gebaut: Der Verein Anna & Max hat einen langfristigen Mietvertrag für das frühere Kino und das benachbarte Café erhalten.

Gut möglich, dass im alten Kino City bald wieder gebaut wird, so wie auf diesem Archivbild.
Gut möglich, dass im alten Kino City bald wieder gebaut wird, so wie auf diesem Archivbild.
Steve Wenger

«Es ist ein wichtiger Schritt, den wir geschafft haben. Aber der Weg, der vor uns liegt, ist noch lang.» Joshua Steffen (37) vom Verein Anna & Max ist sichtlich zufrieden, wohl zu Recht: Zwei Jahre nachdem der Verein begann, Ideen zu wälzen, wie die Räume des ehemaligen Kinos City an der Marktgasse in Thun künftig genutzt werden könnten, haben die Verantwortlichen mit den Besitzern der Liegenschaft einen langfristigen Mietvertrag unterzeichnet.

Dieser umfasst nicht nur den früheren Kinosaal, sondern auch das angrenzende Café City. Der Vertrag mit den aktuellen Betreibern wurde per Ende 2019 gekündigt.

Öffnung hin zur Aare

«Das ist die weniger schöne Seite der Geschichte», sagt Joshua Steffen, «aber wir sind zuversichtlich, dass die Nachfolgelösung, die gefunden werden konnte, eine gute ist.» Dass der Verein das ganze City-Lokal mieten kann, war indes eine der Bedingungen, mit denen die Verantwortlichen in die Verhandlungen mit den Liegenschaftsbesitzern gestiegen waren.

Eine Zwischennutzung unter dem Namen Citymarkt hatte im Herbst/Winter 2017/18 gezeigt, dass der frühere Kinosaal das Potenzial hat, sich als Gastronomie-Lokal mit kulturellen Angeboten zu etablieren (wir berichteten). «Aber für das Tagesgeschäft war in unseren Augen seit Anbeginn eine Öffnung des Lokals hin zur Aare unabdingbar», sagt Steffen. Deshalb die Integration der Räume des heutigen Cafés in die künftige Planung.

Rohbaulook bleibt

Eine Erkenntnis aus der Zwischennutzung sei, dass die Leute den Rohbaulook des alten Kinosaals lieben, sagt Architekt Fabian Pauli (30), Gründer des Thuner Architekturbüros Akkurat Bauatelier und gemeinsam mit Steffen Gründer des Vereins Anna & Max. Die beiden planen nun ein Restaurant mit Bar und einem iberischen Holzkohlegrill sowie einer mobilen Bühne im alten Kinosaal. Im heutigen Café City sind ein italienischer Feinkost-Take-away und ein Bistro – inklusive Aareterrasse, geplant.

Als Nächstes gehe es darum, die Betriebs-AG zu gründen und das konkrete Baugesuch einzureichen.

Neue Zwischennutzung?

Joshua Steffen schätzt, dass der Investitionsbedarf für die Betriebs-AG bei gegen 1,5 Millionen Franken liegt. Dieses Geld wollen Steffen und Pauli bei Investoren, Partnern und Mäzenen finden. Zudem wird eine Volksaktie nach dem Vorbild der Brauerei Thun geprüft, die das erfolgreiche Crowdfunding vom Frühling 2019 weiterführt: «Der Betrieb soll auch den Menschen gehören, die diesen als Gäste mitgestalten und mittragen», sagt Steffen.

Ziel sei, im Frühling 2020 mit den Bauarbeiten zu starten und im Herbst den Betrieb zu eröffnen. Und: Dank des Mietvertrags und des bevorstehenden Baugesuches hofft Steffen, dass der Verein die Bewilligung für eine neue Zwischennutzung des alten Kinosaals im Herbst/Winter 2019/2020 erhält.

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