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Der Gletschersee vor dem Ausbruch

Der Favergesee auf dem Plaine-Morte-Gletscher hat ein neues Rekordvolumen erreicht. Wie schon letztes Jahr rechnen die Experten mit einem baldigen Ausbruch.

Am 17. Juli waren noch weite Teile im Südosten des nur schwer zugänglichen Plateaugletschers auf 2700 Metern Meereshöhe vom Favergesee überflutet.
Am 17. Juli waren noch weite Teile im Südosten des nur schwer zugänglichen Plateaugletschers auf 2700 Metern Meereshöhe vom Favergesee überflutet.
Matthias Huss
Und so sah es 70 Stunden später aus. Das Seevolumen ging um fast die Hälfte zurück. Seit Montag, 3. August, ist nun gar kein Wasser mehr im See, er ist komplett ausgelaufen.
Und so sah es 70 Stunden später aus. Das Seevolumen ging um fast die Hälfte zurück. Seit Montag, 3. August, ist nun gar kein Wasser mehr im See, er ist komplett ausgelaufen.
Matthias Huss
Stiebende Simmenfälle: Über 20 Kubikmeter Gletscherwasser pro Sekunde stürzten hier am Donnerstag talwärts. Der Barbarasteg (rechts) ist zurzeit gesperrt. (7.8.2014)
Stiebende Simmenfälle: Über 20 Kubikmeter Gletscherwasser pro Sekunde stürzten hier am Donnerstag talwärts. Der Barbarasteg (rechts) ist zurzeit gesperrt. (7.8.2014)
Bruno Petroni
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Immer grösser, immer spektakulärer: Der Favergesee an der südöstlichen Ecke des Plaine-Morte-Gletschers hat ein neues Rekordvolumen von mehr als zwei Millionen Kubikmetern erreicht. Die Glaziologen beobachten das Verhalten des selbst gestauten Gewässers auf 2700 Metern Meereshöhe genauestens.

Zu ihnen gehört Matthias Huss von der Universität Freiburg: «Der Gletschersee hat Freitagnacht erste Anzeichen gezeigt, dass der Ausbruch offenbar kurz bevorsteht. Wir erwarten, dass sich die Entleerung jetzt allmählich beschleunigt und die Flut am Montag oder Dienstag in der Lenk eintrifft.» Wann der Ausbruch aber genau eintreffen werde, sei schwer abzuschätzen, sagt Matthias Huss.

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