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Thuns letztes Puzzleteil

Der FC Thun verpflichtet per sofort Moreno Costanzo (29). Der Ostschweizer löste vor zehn Tagen in Vaduz den Vertrag auf.

Soll die Lücke schliessen, die der Abgang von Torjäger Simone Rapp hinterlassen hat: Grégory Karlen vom FC Sion (11.1.2018).
Soll die Lücke schliessen, die der Abgang von Torjäger Simone Rapp hinterlassen hat: Grégory Karlen vom FC Sion (11.1.2018).
Keystone
Ebenfalls leihweise holen die Thuner Verstärkung fürs Tor: Djordje Nikolic kommt aus dem Nachwuchsteam des FC Basel (11.1.2018).
Ebenfalls leihweise holen die Thuner Verstärkung fürs Tor: Djordje Nikolic kommt aus dem Nachwuchsteam des FC Basel (11.1.2018).
Keystone
Keine Zukunft beim FC Thun: Der Vertrag mit Enrico Schirinzi wurde nicht verlängert. Er spielt ab nächster Saison beim Absteiger FC Vaduz.
Keine Zukunft beim FC Thun: Der Vertrag mit Enrico Schirinzi wurde nicht verlängert. Er spielt ab nächster Saison beim Absteiger FC Vaduz.
Patric Spahni
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«Ich freue mich auf die Super League», sagte Moreno Costanzo gestern, nachdem er beim FC Thun für zwei Jahre unterschrieben hatte. Am 22. August hat der FC Vaduz auf seinen Wunsch hin den bis Sommer 2018 laufenden Vertrag aufgelöst. Die Challenge League war nicht das, was sich der 29-jährige St. Galler vorgestellt hatte. Nun kehrt er in die höchste Spielklasse zurück. «Ich brauchte eine neue Herausforderung.»

Seit Costanzo zwischen 2008 und 2010 beim FC St. Gallen in zwei Saisons je 14 Tore erzielt hat, wird der kreative Offensivspieler hoch gehandelt. Das hat sich bis heute nicht geändert, obwohl er danach in viereinhalb Jahren bei YB die Erwartungen mehrheitlich nicht erfüllte. Aber da waren zwischendurch eben auch immer wieder die Geniestreiche, die brillanten Auftritte. So auch im Sommer 2013. Unter dem damaligen Trainer Uli Forte, der schon in St. Gallen sein Förderer gewesen war, spielte er stark. Bereits nach fünf Runden verlängerte YB mit ihm bis 2017. Doch die Konstanz fehlte. Bald war er wieder das «ewige, riesige Talent», dann auf einmal bloss noch der «Schönwetterfussballer». Anfang 2015 sah man für ihn in Bern keine Zukunft mehr. Costanzo zog nach Aarau weiter, wo er wie zuletzt in Vaduz abstieg.

Finanziell kein Abenteuer

Jetzt kommt also wieder ein persönlicher Aufstieg. Costanzo gibt sich motiviert, hat keine Bedenken, dass er sich im Thuner Kollektiv nicht integrieren kann: «Es liegt an mir, wie ich mich ein­füge.» Auch Andres Gerber hält fest: «Moreno hat sich verändert, er ist älter, reifer und Vater geworden.» Der Sportchef gesteht, dass er vor zehn Tagen nach der Meldung aus Vaduz nicht daran gedacht habe, Costanzo zu verpflichten. «Wir haben nicht auf ihn gewartet.» Er habe eher gedacht, dass Costanzo ins Ausland wechseln werde, meint Gerber. «Aber dann hat sich Moreno uns angenähert.» Schliesslich klappte der Transfer. Ohne finanzielle Abenteuer, wie Gerber betont. «Er kommt ablösefrei, hat unsere Bedingungen akzeptiert. Er passt – zugegeben etwas erstaunlich – in unser Lohnschema.»

Viel Vorschusslorbeeren

Gerber und Trainer Marc Schneider sind überzeugt, dass Costanzo «genau das Puzzleteil sein kann, das uns noch fehlt». Schneider betont die Fähigkeiten des Zugangs: «Er ist technisch sehr gut, hat ein gutes Auge, verfügt über Qualität für den letzten Pass.» Gerber fügt an: «Er ist die perfekte Ergänzung zu unserer Mannschaft, die vom Kollektiv und von dem Einsatz lebt.»

Mit Costanzo hat Schneider im Angriff neue Varianten: «Er ist auf mehreren Positionen einsetzbar.» Mit dem Zuzug könnte dafür im Oberland die Zeit von Norman Peyretti ablaufen. Denkbar, dass der Franzose im September noch wechselt.

Der FC Thun begrüsst den neuen Spieler:

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