Der Affenfelsen verschwindet

Thun

Im «Strämu» gehts Schlag auf Schlag: Am Wochenende ist Saisonschluss. Und bereits am Montag fahren die Bagger auf. Unter anderem wird dabei der Affenfelsen von der Bildfläche verschwinden.

Ist sehr zufrieden mit der Saison: Chefbademeister Jean-Pierre von Gunten vor dem Affenfelsen, der im Oktober verschwinden wird.

Ist sehr zufrieden mit der Saison: Chefbademeister Jean-Pierre von Gunten vor dem Affenfelsen, der im Oktober verschwinden wird.

(Bild: Barbara Schluchter-Donski)

Zwei Wochen früher als üblich schliesst der «Strämu» in diesem Jahr seine Tore. Der Grund: Die anstehende 2. Etappe der Gesamtsanierung, welche im Winterhalbjahr über die Bühne gehen wird, ist die aufwendigste überhaupt. «Wir haben ein sehr enges Zeitkorsett», sagt dazu Projektleiter Martin Bickel vom Amt für Stadtliegenschaften. «Ein milder Winter wäre für uns eine grosse Hilfe.»

Neue Becken und Technik

Ihr Hauptaugenmerk legt die Stadt auf die Sanierung der Becken und der Badewassertechnik. So werden das 50-Meter- und das Nichtschwimmerbecken ab kommendem Montag in eine grosse Baugrube verwandelt.

Das 50-Meter-Becken wird in der Folge um zwei auf zehn Bahnen ergänzt und das Nichtschwimmerbecken neu ausgerichtet. Beide Becken werden zudem neu in Edelstahl erstellt. Beim Sprungbecken wird der Beckenrand zurückgeschnitten und das Becken ebenfalls mit diesem Material versehen.

Erneuert wird auch die ganze Technik: «Die Leitungen sind zum Teil durchgerostet und nicht mehr dicht», sagt Martin Bickel. So werden insgesamt rund 300 Laufmeter neue Leitungen im Untergrund verlegt, aber auch der bestehende und ein zusätzlicher Wasserfilter ins neue Filtergebäude gehievt.

Das Ende für den Affenfelsen

Ab Oktober dann beginnen die Umgebungsarbeiten, wobei unter anderem auch die als Affenfelsen bezeichnete Betontribüne verschwindet. Entfernt wird auch die Wasserrutschbahn. An deren Stelle baut die Stadt auf der Wiese am See eine neue Wellenbreitrutsche mit eigenem Becken.

Neuerungen gibts auch an der Toilettenfront: Der bestehende Techniktrakt beim 50-Meter-Becken wird um einen Anbau mit einer WC-Anlage ergänzt. Hinzu kommen Veränderungen rund um die Becken: So werden neue Holzliegeflächen, unter anderem anstelle des Affenfelsens, angelegt und die Betonwand beim Nichtschwimmerbecken erneuert und ebenfalls mit Holz verkleidet.

Ebenfalls in diesem Winter hätte der Verbindungsweg vom Eingang zu den Becken angelegt, der Eingangsbereich erneuert und das Bootshaus abgebrochen werden sollen. Diese Arbeiten hat die Stadt nun aus Zeitgründen auf die 3. Bauetappe verlegt. Auch ohne diese kommt die 2. Etappe auf 9 Millionen Franken zu stehen.

Strandbadwiese bleibt offen

Trotz der Bauarbeiten schliesst der «Strämu» nicht ganz: So wird die grosse Liegewiese bis Ende September für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. «Die Bevölkerung kann diese täglich kostenlos von 9 bis 19 Uhr nützen», erklärt Martin Bickel. «Der Zugang erfolgt durch die Seitentore auf der Südseite der Anlage.»

Offen bleiben in jener Zeit die Toiletten bei der Surfstation sowie sehr wahrscheinlich das «Strämu»-Beizlimit einem reduzierten Angebot bei schönem Wetter. Der Bereich bleibt aber unbewacht, der Zutritt mit Hunden ist nicht erlaubt.

Thuner Tagblatt

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