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Das Schloss im Briefmarkenformat

Erstmals in der Historie ziert das Schloss Oberhofen eine Sondermarke von Pro Patria. Die Marke ist ab Donnerstag erhältlich.

So sieht die Sonderbriefmarke von Pro Patria mit dem Schloss Oberhofen aus.
So sieht die Sonderbriefmarke von Pro Patria mit dem Schloss Oberhofen aus.
zvg

«Das Schloss Oberhofen auf einer Briefmarke – das gab es noch nie!» Christina Fankhauser, die Leiterin des Schlosses, kommt ins Schwärmen, wenn sie von der jüngsten Sondermarkenserie der Pro Patria (vgl. Box) berichtet. Im Juni 2015 wurden die Verantwortlichen des Schlosses Oberhofen erstmals von Pro Patria kontaktiert. «Wir wurden darum gebeten, eine Vorlage zur Verfügung zu stellen», erinnert sich Fankhauser. «Wir mussten zudem versprechen, die Sache vertraulich zu behandeln.»

Im geheimen Kämmerlein

Die Burgen und Schlösser, welche in die Kränze kamen, wurden schliesslich von der Schweizerischen Post in Zusammenarbeit mit Pro Patria ausgewählt. «Für uns war es eine freudige Überraschung, zur Auswahl zu gehören», sagt Fankhauser. In der näheren Umgebung habe es bisher nur das Schloss Spiez auf eine Briefmarke geschafft. Bei der Gestaltung konnte Fankhauser indes nicht mitwirken. «Wir haben aber das Bild ausgesucht.» Es wurde von Alexander Gempeler gemacht.

Die Schlossherrin erhofft sich dank der Briefmarke einen zusätzlichen Werbeeffekt. «Der Zeitpunkt des Erscheinens könnte für uns nicht besser sein», sagt sie. Er fällt mit der Saisoneröffnung des Schlosses zusammen. Dank der Briefmarke werde das Schloss einem überregionalen Publikum nähergebracht. «Man wird hoffentlich neugierig», sagt Fankhauser. Zu entdecken gebe es denn auch einiges. Von Mai bis Oktober erwarte die Besucher ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Ausserdem ist ab Juni die neue Dauerausstellung «Stets zu Diensten» zu sehen, die im erstmals fürs Publikum geöffneten Dienstbotentrakt realisiert wird.

«Wir mussten versprechen, die Sache vertraulich zu behandeln.»

Christina FankhauserLeiterin des Schlosses Oberhofen

Der Präsident der Stiftung Pro Patria, Johann Mürner, kennt das Schloss Oberhofen als ehemaliger Leiter der Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege des Bundesamtes für Kultur gut. «Mich als Berner freut die Wahl natürlich besonders», sagt Mürner. Er wird es sich denn auch nicht nehmen lassen, bei der Saisoneröffnung am 14. Mai die Sondermarke vorzustellen.

Wer wird künftig unterstützt?

Mürner stellt aber auch klar, dass er und die Pro Patria beim Sujet der Briefmarke keine massgebende Rolle spielen konnten. «Die Pro Patria hat zwar ein Mitspracherecht, aber den Entscheid fällt die Post.» Für die Stiftung sei der Briefmarkenverkauf nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle, führt Mürner aus. «Es ist aber auch keine neue Erkenntnis, dass heute immer weniger Leute einen Brief schreiben.» Entsprechend sei die Pro Patria daran, die Geldmittel auch auf anderen Wegen zu beschaffen.

Nach wie vor sollen im Bereich der Denkmalpflege kleine Objekte alimentiert werden, sagt Mürner. «Wir haben uns aber entschlossen, künftig auch prestigeträchtige Vorhaben zu unterstützen, um eine breitere Resonanz zu erzielen.» Auch sollen die lebendigen Traditionen in Zukunft von der Pro Patria gefördert werden.

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