Das Projekt Kettenfähre nimmt konkrete Form an

Thun

An einem Infoanlass wird über die geplante Querung Scherzligen informiert.

Diese Fotomontage stellt den Zugang zur Kettenfähre dar, mit welcher die Aare in Scherzligen dereinst gequert werden könnte.

Diese Fotomontage stellt den Zugang zur Kettenfähre dar, mit welcher die Aare in Scherzligen dereinst gequert werden könnte.

(Bild: PD)

«Das Projekt ist noch lange nicht fertig, jetzt geht es erst richtig los», sagt Peter Dütschler, FDP-Grossrat, Präsident Panorama Rundweg Thunersee und Mitinitiator für die private Gruppe, welche sich seit Jahren für eine Querung Scherzligen engagiert (wir berichteten). «Wir haben unsere Idee für eine Kettenfähre weiterhin verfolgt und bislang von allen Stellen ein positives Signal erhalten.»

Eine solche Variante, so der Tenor, sei bewilligungs­fähig. «Wir durften Gemeinderat Konrad Hädener und drei seiner Mitarbeiter den aktuellen Stand aus erster Hand informieren», freut sich Dütschler. «Wir konnten darstellen, dass die Kettenfähre bewilligungsfähig ist. Es ist unser Wunsch, künftig in enger Absprache mit der Stadt Thun weiterzu planen.»

Hädener habe ­signalisiert, dass die Stadt womöglich darauf verzichten werde, einen eigenen Testbetrieb für eine herkömmliche Fähre zu prüfen. Die grösste Differenz sei: «Im Gegensatz zur Stadt schätzen wir die Nachfrage für eine Querung als genug gross ein.»

Sowohl die BLS-Schifffahrt, als auch die Fischer und ebenso das Strassen-, Verkehrs- und Schifffahrtsamt sind offen für die Variante Kettenfähre. «Mit den vorliegenden Grundlagen, wie etwa dem Fischereigutachten, hat dieses gewählte System gute Chancen auf Erfolg, und wir dürfen mit unseren Arbeiten in der vorgesehenen Richtung weiterarbeiten», fasst Dütschler die Situation zusammen.

Infoanlass am 11. September

Seit Jahren ist die Querung für den Langsamverkehr im Bereich Scherzligen-Bächimatt ein Thema und als Massnahme im ersten Agglomerationspgroamm von Thun enthalten. «Diese positive Beurteilung ist für uns eminent wichtig, weil es noch keine analoge Fähre in der Schweiz gibt – wir also eine Premiere bauen würden», bringt es Dütschler auf den Punkt.

Zusammen mit der gesamten Arbeitsgruppe, zu der weiter Franz Rüegg, Gemeinderat von Hilterfingen, Adrian Christen, Präsident Pro Velo Region Thun, und Ingenieur Theo Schmidt gehören, laden am kommenden Mittwoch zu einem Infoanlass zur Kettenfähre Scherzligen-Bächimatt ein.

Der Anlass beginnt um 19 Uhr und dauert bis zirka 20.30 Uhr. Wie der VCS Verkehrs-Club der Schweiz in seiner Einladung schreibt, findet er in der Hotelfachschule in Thun statt. Referieren wird vor allem Peter Dütschler. «Ich bin zuversichtlich», meint er scherzend, «dass wir dereinst Fährpersonal finden – und letztlich soll die Kettenfähre ohnehin fast vollständig automatisch funktionieren.»

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