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Das Gewerbe imDorf soll gestärkt werden

Heimberg will in der Siedlungsent­wicklung mit kleinen Schritten in hoher Qualität voran­schreiten und beginnt mit dem eigenen Land.

Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP) erklärte: «Wir haben im Schnitt pro Monat zwei Anfragen für die Eröffnung eines Gewerbes. Ein Zu- oder Wegzug ist für die Gemeinde finanziell relevant, und Platz haben wir nur im Norden.»
Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP) erklärte: «Wir haben im Schnitt pro Monat zwei Anfragen für die Eröffnung eines Gewerbes. Ein Zu- oder Wegzug ist für die Gemeinde finanziell relevant, und Platz haben wir nur im Norden.»
Markus Hubacher (Archiv)

Nachdem die Behörden die 44 Eingaben im Mitwirkungsver­fahren zum Räumlichen Ent­wicklungskonzept überarbeitet haben, geht die Ortsplanungsrevision Heimberg mit dem Sied­lungs­entwicklungskonzept (SEK) in die zweite Runde. Die beiden Planer Beat Kälin und Balthasar Marx von der Ecoptima AG Bern erläuterten beim Infoanlass in der Aula der Oberstufenschule den rund fünfzig Anwesenden die Ziele im SEK.

Zeithorizont bis 2030

Für die Planungsphase bis ins Jahr 2030 wird mit weniger Wachstum als den im kantonalen Richtplan vorgesehenen elf Prozent gerechnet. Die Siedlungs­begrenzungslinien sollen bei­behalten werden.

Dabei soll die Lebensqualität durch qualitativ hochwertige Frei- und Aussenräume erhalten und die Lärm­belastung reduziert werden. ­Angestrebt wird eine Flexibilisierung der Bauvorschriften. Ein­zonungsbegehren für Frucht­folgeflächen oder Siedlungsrandgebiete sind kaum realisierbar.

Das musste auch ein Bürger zur Kenntnis nehmen, der für mehr Autoabstellplätze in einer Landwirtschaftszone in einem der Randgebiete plädierte.

Innenentwicklung vor

Heimberg strebt ein moderates Wachstum an, welches primär nach innen, in den bestehenden überbauten und nicht über­bauten Bauzonen erfolgen soll. Zudem sollen nur in Baulücken Einzonungen vorgenommen werden, dafür die bebauten Zonen besser genutzt oder ältere Wohnsiedlungen durch Neu­bauten ersetzt werden.

Da geht die Gemeinde mit ihrem eigenen Land «Bir Ungerfüerig» und in der Zone mit Planungspflicht Untere Bernstrasse mit gutem Beispiel voran.

Das Gewerbe in Heimberg soll gestärkt werden, daher sind in der Dornhalde möglichst keine zusätzlichen Wohnnutzungen geplant. Das gefiel nicht allen Anwesenden. Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP) erklärte: «Wir haben im Schnitt pro Monat zwei Anfragen für die Eröffnung eines Gewerbes. Ein Zu- oder Wegzug ist für die Gemeinde finanziell relevant, und Platz haben wir nur im Norden.»

Zone für Sport und Freizeit

Für Diskussionen im Plenum sorgte die Umzonung der Zone für Sport und Freizeit an der Blümlisalpstrasse zur Wohn­nutzung. «Im Siedlungsgebiet Oberi Au hat es viele Kinder, die den Platz rege benützen. Es wäre ein Armutszeugnis für die Gemeinde, diesen Spielplatz auf­zuheben und dafür dem Gewerbe so viel Platz einzuräumen», legte Alt-Gemeindeschreiber Ueli Müller die Meinung einiger Anwesenden dar.

«Eine Ortsplanungsrevision ist ein komplexes Thema», sagte Niklaus Röthlisberger. Und: «Wir unterbreiten der Bevölkerung lediglich Vorschläge. Bis Mitte September läuft das Mitwirkungsverfahren. Wir freuen uns auf eure Eingaben und versprechen, sie ernsthaft zu prüfen», sagte der Gemeindepräsident abschliessend.

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