Zum Hauptinhalt springen

Coop drängt es jetzt ins Bälliz

Coop will im Bälliz eine Verkaufsstelle für den täglichen Bedarf einrichten.

Im ehemaligen OVS-Lokal im Bälliz will Coop bis zum Sommer einen Laden für den täglichen Bedarf eröffnen.
Im ehemaligen OVS-Lokal im Bälliz will Coop bis zum Sommer einen Laden für den täglichen Bedarf eröffnen.
Nelly Kolb

In Thun kursieren zwei Gerüchte – eines ist falsch, das andere richtig. Falsch ist, dass Coop seine Verkaufsstelle in der Überbauung Rexmax (Rex-Areal) an der Gewerbestrasse aufgibt. Richtig ist, dass Coop ins Bälliz ziehen und vom konkursiten OVS (ehemals Vögele) 270 Quadratmeter Verkaufsfläche übernehmen will.

«Wir planen ein Sortiment mit Artikeln für den täglichen Bedarf und erhöhtem Anteil an Convenience-Produkten», erläutert Mediensprecherin Karin Kälin auf Anfrage. Convenience-Produkte sind Lebensmittel für den Sofortverzehr. Das Sortiment sei auf die Anwohner und Laufkunden ausgerichtet. «Coop sieht am Standort Bälliz für einen Supermarkt dieser Grösse Potenzial», versichert Kälin.

Das Bewilligungsverfahren laufe. Momentan wird der Laden leer geräumt. Geht alles nach Plan, will Coop seinen Laden in der ersten Jahreshälfte, also bis zum Sommer, eröffnen.

Erstaunen über Entscheid

Der Normalbürger ist erstaunt. Zur Erinnerung: Coop hatte den langfristigen Mietvertrag von der damaligen EPA im Freienhof-Gebäude übernommen. Der Grossverteiler betrieb dort jahrelang eine Verkaufsstelle mit Vollsortiment (Lebensmittel und Non-Food). Weil ihm die Miete zu hoch erschien, gab Coop diesen Standort auf. Zum Bedauern der Freienhof AG als Vermieterin und vor allem der Anwohner aus dem südöstlichen Einzugsgebiet.

Coop richtete an der Gewerbestrasse in der Neuüberbauung Rexmax einen Laden für den täglichen Bedarf ein, nur wenige Hundert Meter von seinem Warenhaus Kyburg mit Lebensmittelabteilung entfernt. Coop argumentierte, dass der Laden Rexmax in einem neuen Stadtteil (Selve- und Rex-Areal) stehe und unter anderem den Vorteil einer Einstellhalle mit direktem Zugang habe. Es ging wahrscheinlich aber auch darum, das Warenhaus Kyburg vor Konkurrenz zu schützen.

Unschwer zu beobachten war bald, dass dieser Laden nicht grosse Kundenströme auslöste und wohl nicht sehr rentabel sein dürfte. «Coop hält an der Verkaufsstelle Rexmax fest», umschiffte die Mediensprecherin eine entsprechende Frage zur Rentabilität. Zu Umsatzzahlen einzelner Läden gebe Coop keine Auskunft. Der Grossverteiler Coop betreibt in der Innenstadt nach der Neueröffnung im Bälliz, inklusive Pronto und Aperto beim Bahnhof, fünf Verkaufsstellen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch