Carvelos erobern die Stadt

Thun

Um den Verkehr während der Bauarbeiten zu ­entlasten, können in Thun ab heute Cargo-Velos gemietet ­werden. Lanciert wurde das Sharing-Angebot beim Kunstmuseum.

Die Hosts und Sponsoren Helen Hirsch, Peter Loosli, Markus Flückiger, Thomas Holenweg, Hans-Peter Zürcher, Ueli Käser, Marco Seiler und Marianne ­Dumermuth probieren die Carvelos vor dem Kunstmuseum Thun zum ersten Mal aus.

(Bild: Irina Eftimie)

Mit der «Brötie-Harley», mit «Alfred», dem «Öu-u-Essig-Göppu», dem «Beizetschaupi» und dem «Strättli» kann ab heute gefahren werden: Es handelt sich um die neuen Cargo-Bikes, sogenannte Carvelos, die nun gemäss Sharing-Prinzip in der Stadt Thun benutzt werden können. Die Elektrovelos mit angebrachten Transportboxen von Carvelo2go können ab fünf verschiedenen Standorten genutzt werden.

«Gerade während des Umbaus am Berntorplatz und am Lauitor­stutz und der damit verbundenen Verkehrseinschränkungen kann Carvelo2go einen Mehrwert generieren und entlastend wirken», sagt Marianne Dumermuth (SP), Vorsteherin der Direktion Stadtentwicklung. «Alternative Mobilitätsformen sind gerade in der Stadt sinnvolle Ergänzungen der klassischen Verkehrsarten. Cargo-Bikes können zur Verkehrsentlastung beitragen, sind zweckmässig und bringen sogar noch Bewegung und Spass», ergänzt Hans-Peter Zürcher, Präsident des TCS Landesteil Berner Oberland.

Kleinbetriebe werden Hosts

Nach einer einmaligen und kostenlosen Registrierung auf der Website von Carvelo2go können die Fahrräder zu einem Stundentarif gemietet werden. Das Sharing-Angebot basiert auf der Zusammenarbeit mit Kleinbetrieben im Quartier. Diese Betriebe übernehmen als sogenannte Hosts die Funktion der Abgabestelle. In dieser Rolle übergeben sie den Nutzerinnen und Nutzern den Schlüssel und den Akku des Carvelos. Als Gegenleistung können die Hosts das Bike kostenlos für eigene Fahrten einsetzen. Reserviert werden die Carvelos entweder via Website oder über die App von Carvelo2go.

Mit den elektrischen Carvelos von Car­velo2go können bis zu 100 Kilogramm transportiert werden, weshalb sie sich besonders zum Transport von Waren oder Kleinkindern eignen. Durch die direkt angebrachten Gurte ist auch die Sicherheit der Kinder gewährleistet. «Als meine Kinder noch klein waren, hätte ich sie viel lieber in einem solchen Carvelo transportiert, als sie hinter mir in einem Veloanhänger zu haben», sagt Marianne Dumermuth.

Das Konzept des Carvelos habe sie vor ein paar Jahren im Urlaub in Kopenhagen kennen gelernt. «Dass wir das Carvelo jetzt auch in Thun haben, war nur dank den Bemühungen von vielen Beteiligten möglich», erklärt Dumermuth. Das Projekt Carvelo2go wurde vor drei Jahren von der Mobilitätsakademie AG des TCS in Bern lanciert. «Wir sind mit 15 Velos in Bern gestartet und sind jetzt von St. Gallen bis Lausanne vertreten», sagt Jonas Schmid, Projektleiter Carvelo2go. «Nun konnten wir mithilfe von lokalen Partnern das Carvelo auch nach Thun bringen.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt