Camerata Bern spielt coole Klassik

Zulgtal

Das Kammerorchester Camerata Bern macht klassische Musik für Kinder erlebbar. In Buchholterberg kamen 80 Schüler in den Genuss eines etwas anderen Konzertes.

Das Kammerorchester Camerata Bern wusste die Schüler in Buchholterberg in den Bann zu ziehen.<p class='credit'>(Bild: Patric Spahni)</p>

Das Kammerorchester Camerata Bern wusste die Schüler in Buchholterberg in den Bann zu ziehen.

(Bild: Patric Spahni)

«Klassische Musik muss nicht langweilig und uncool sein», sagt Katharina Geng. Um ihren Schülern dies zu beweisen, bewarb sich die Schule Buchholterberg rund um Lehrerin Katharina Geng für die Konzertreihe der Camerata Bern. Das renommierte Kammerorchester besucht im Rahmen des Projekts «Konzertiert Euch Kinder» seit 2010 verschiedene Schulen im Kanton Bern und bringt den Kindern seine Faszination für die etwas andere Musik näher.

«Die Kinder sollen die Musik erleben», beschreibt Louis Dupras, Direktor der Camerata, das Ziel der kos­tenlosen Schulkonzerte. Deshalb flechte die Camerata musikalische Teile geschickt in eine Geschichte ein und animiere die Kinder so zum spielerischen Erleben und Mitmachen. «Wir reissen klassische Musik aus ihrem intellektuellen System heraus», erklärt Dupras den etwas anderen, kinder­gerechten Zugang.

Eine musikalischeEntdeckungsreise

Vorgestern erfreuten sich die insgesamt etwa 80 Kindergartenkinder und Schüler bis zur 6. Klasse an den Klängen des 14-köpfigen Kammerorchesters. Sie begaben sich auf eine musikalische Entdeckungsreise ins «Zauberschloss der Musik» und staunten über die Geschichten, die mit den Streichinstrumenten erzählt werden können. Das etwas andere Konzert beinhaltete Werke vom 17. bis ins 21. Jahrhundert und zeigte somit die Vielseitigkeit und Vielfalt der sogenannten klassischen Musik.

«Ich finde es wichtig, den Kindern ein Stück Kultur zu vermitteln», sagt Katharina Geng, selbst Violinistin. Es sei zentral, dass sie auch andere Musik als Hitparaden-Pop hören würden. «Ich wünsche mir, dass meine Schüler offen für alle Genres sind», sagt die Lehrerin. Klassische Musik müsse nicht langweilig sein. «Klassisch bedeutet nicht automatisch ernst», pflichtet Camerata-Direktor Dupras bei. Das hat das Orchester in der Aula der Schule Buchholterberg eindrücklich bewiesen.

«Klassisch bedeutet nicht automatisch ernst.»Louis DuprasDirektor Camerata Bern

«Wir spielen Stücke, die direkt ins Herz sprechen», ist Dupras überzeugt. Dafür sprechen viele positive Rückmeldungen von Lehrern und Schülern. Im Nachgang zu den seit 2010 insgesamt über 130 Vorstellungen erreichten den Camerata-Direktor viele Zeichnungen und Briefe von Kindern, denen das Gebotene gefallen hatte. «Früher hörte ich nur Popmusik, heute höre ich Camerata Bern», habe einmal ein Kind geschrieben, erinnert sich Dupras. Solche Rückmeldungen sind es denn auch, welche die Camerata Bern dazu bewegen, sich immer wieder für die Musikvermittlung einzusetzen.

Thuner Tagblatt

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