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Bühnen-Umbau müsste vors Volk

Damit die Bühne bei der Turnhalle Kiesen als Sitzungszimmer und Schulraum genutzt werden könnte, müsste sie für 97'300 Franken umgebaut werden.

Kiesen startet mit zu wenig Schulraum in das neue Schuljahr. Zunächst hatte die Gemeindeversammlung im Mai einen Containertrakt mit einem Schulzimmer, das für fünf Jahre hätte genutzt werden sollen, an den Gemeinderat zurückgewiesen. Kostenpunkt: 150'000 Franken. Der Gemeinderat setzte in der Folge eine Spezialkommission ein, die einen neuen Vorschlag ausarbeiten sollte, wie der zusätzliche Platzbedarf der Schule befriedigt werden könnte.

Die Arbeitsgruppe schlug vor, ein Zimmer im Pavillon neben dem Schulhaus als vollwertiges Klassenzimmer zu nutzen, das bis dato als Mehrzweckraum gedient hatte, und in der Bühne bei der Turnhalle einen neuen Mehrzweckraum einzurichten. Der Gemeinderat gab grünes Licht und holte gleichzeitig Offerten ein für eine Kostenschätzung, weil bei einer Umnutzung der Bühne bauliche Anpassungen nötig würden.

Ein Umbau ist teuer

Die Kostenschätzung liegt nun vor – und beläuft sich auf 97'300 Franken. Inbegriffen sind der Einbau einer schallisolierten Falttrennwand zwischen Bühne und Turnhalle und einer neuen Beleuchtung, weitere elektrische Installationen sowie Anpassungsarbeiten an Türen und Fenstern. Nicht eingeschlossen wären Kosten für bauliche Anpassungen für einen barrierefreien Zugang, wie Gemeindeschreiber Heinz Aebersold auf Anfrage sagt.

Ball zurück bei Kommission

Mit nahezu 100'000 Franken, die das Bauprojekt verschlingen würde, überschreitet es indes die Ausgabenkompetenz des Gemeinderates. Sprich: Die Gemeindeversammlung müsste entscheiden, ob das Geld in die Modernisierung der Bühne bei der Turnhalle investiert werden soll. Gemeindeschreiber Aebersold sagt: «Der Gemeinderat hat mit diesen Abklärungen einen Antrag der Spezialkommission, die an der Gemeindeversammlung beschlossen worden ist, erfüllt.»

Deshalb habe er entschieden, die Kostenschätzung zur Stellungnahme zurück an die Spezialkommission zu geben. Diese soll entscheiden, ob diese Variante weiterverfolgt und der Gemeindeversammlung ein entsprechender Antrag unterbreitet werden soll oder nicht. Falls ja, könnte diese frühestens im November entscheiden.

Nutzer müssen improvisieren

Damit beginnt das neue Schuljahr in Kiesen mit faktisch zu ­wenig Schulraum. Denn für die meisten Nutzungen, für die zuvor der jetzt zum Schulzimmer ­umgenutzte Mehrzweckraum diente, ist noch keine definitive Lösung gefunden. Während der Frauenverein laut Aebersold Alternativen in Oppligen und Jaberg gefunden hat, müssen Schule und Gemeinde, die den Raum als Schul- und Sitzungszimmer brauchen, bis auf weiteres «improvisieren», wie Aebersold sagt, und Räume der Gemeindeverwaltung oder die Gemeindebibliothek nutzen.

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