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Bonstettenpark: Ein neuer Spielplatz bis im November

1,9 Millionen Franken bewilligte der Thuner Stadtrat Anfang Jahr zwecks Attraktivierung des Bonstettenparks – nun wird der so genannte Masterplan in Angriff genommen.

Luftansicht: So soll der neue Spielplatz zwischen Bonstettenpark und Camping aussehen.
Luftansicht: So soll der neue Spielplatz zwischen Bonstettenpark und Camping aussehen.
PD

«Ich freue mich jetzt schon auf den Moment, wenn der Bonstettenpark als beliebte Naherholungs- und Freizeitoase seine ursprünglich konzipierte Ausstrahlung und Würde wiedererlangt», sagt Gemeinderat Konrad Hädener (CVP). Er ergänzt mit seiner Aussage auf Anfrage die Medienmitteilung der Stadt vom Montag, die über den Start der Bauarbeiten im Gwatt informiert.

«Mit diesem Schritt konkretisiert sich die Vision des Masterplans Bonstetten», erklärt der Bauvorsteher. Zentraler Punkt des insgesamt 2,882 Millionen Franken teuren Vorhabens ist in erster Linie, im Park die Freizeitaktivitäten und den Naturschutz zu entflechten und je aufzuwerten.

Die Stadt Thun und der Kanton Bern sind Eigentümer des Bonstettenguts, auch Campagne Bellerive genannt, und wollen dieses als Kulturerbe erhalten. Als Erholungsgebiet soll der Park, wie in der Medienmitteilung formuliert ist, gleichzeitig für die ganze Bevölkerung weiterentwickelt und attraktiver gestaltet werden.

Kredit im Januar bewilligt

Am 19. Januar hat der Stadtrat einen Kredit von insgesamt 1,908 Millionen Franken zur Realisierung bewilligt (vgl. Infobox). «Mit der Umsetzung des Masterplans kann der Park unter Berück­sichtigung der verschiedenen Nutzungsansprüche, des Uferschutzes und denkmalpflegerischer Aspekte in seiner Schönheit erhalten bleiben», ist in der Mitteilung zu lesen.

Damit wird «der Wohn- und Lebensraum am Wasser aufgewertet und erweitert», was einem Legislaturziel des Gemeinderates entspreche. Die Massnahmen werden ab jetzt bis 2020/2021 schrittweise und in drei Etappen umgesetzt. «Dabei schaffen wir immer zuerst Alternativen, bevor Bestehendes aufgehoben wird», stellt Konrad Hädener klar.

Ein Erlebnisspielplatz

«Zu Beginn der ersten Etappe», ergänzt Projektleiter Martin Zobrist, «wird einerseits der Parkplatz gegenüber dem TCS-Campingplatz erweitert und anschliessend jener im Bonstettenpark gegenüber der Musikschule aufgehoben.» In dieser ersten Etappe werden zugleich alle Bereiche der künftigen Freizeitzone umgesetzt – das heisst im Spickel zwischen Liegewiese vor dem Camping, dem Seeufer und der östlichen Parkecke.

Dazu gehört ein neuer Erlebnisspielplatz auf der Wiese zwischen Bonstettenpark und Camping. Diese Arbeiten starten am 10. September und dauern bis circa Ende Oktober. Damit der alte Spielplatz im Park derweil weiter genutzt werden kann, erfolgt dessen Rückbau erst nach der Eröffnung des neuen.

«Die Eröffnung ist im November vorgesehen», sagt Markus Weibel, Leiter Stadtgrün. Danach wird laut Zobrist gleich angrenzend die Liegewiese erweitert und der fortführende Weg realisiert, welcher um den Platz herum bis zum Restaurant führt und heute teilweise noch im Innenbereich des Campings liegt.

«Wenn alles wie erhofft klappt», sagt Martin Zobrist, «ist im Frühling der gesamte Freizeitperimeter für die Sommersaison bereit.» Dabei werde auch der Seezugang vereinfacht und der Zaun zum Park entfernt sein.

Was bietet der neue Erlebnisspielplatz? Klicken Sie auf die Grafik, um diese zu vergrössern.
Was bietet der neue Erlebnisspielplatz? Klicken Sie auf die Grafik, um diese zu vergrössern.

Spielplatz ab November

Der Erlebnisspielplatz beansprucht wie der bisherige Spielplatz im Park, der in den 1960er-Jahren anstelle eines Tennis­platzes erstellt worden ist, rund 700 Quadratmeter. «Der neue ­beinhaltet behindertengerechte Elemente und eignet sich mit seinen Sitzgelegenheiten als Treffpunkt für Jung und Alt», hebt Markus Weibel hervor.

Wie in der Mitteilung steht, ist die Erneuerung des Spielplatzes im Bon­stettenpark auch Teil des Konzeptes zur Sanierung des Spiel­angebotes in Thun. Seit 2014 wurden bereits die Spielplätze beim Thunerhof, im Lerchenfeld, in Allmendingen und am Lüssliweg erneuert – und aktuell ist es der Spielplatz im Schwäbis.

2. Etappe: Arbeiten im Park

In der zweiten Bauetappe – ab Herbst 2019 – erfolgen die Arbeiten im Park. Dabei wird der Kanal ausgebaggert und vom Schilf befreit, ebenso der Bereich bei der Kanalmündung, die Wege im Wäldchen angepasst und die Kiesinsel am jetzigen Standort des alten Spielplatzes gestaltet. «Auch wird in jener Phase der neue Steg gebaut und die Brücke über den Kanal erneuert», er­läutert Martin Zobrist.

Während der Statthalter die Baubewilligungen für den Spielplatz und für die Umbauten der Parkplätze bereits ausgestellt hat, wartet die Stadt noch auf jene für die Arbeiten im Park. «Da die einzige Einsprache teilweise zurückgezogen wurde, rechne ich jeden Tag mit dieser Baubewilligung», zeigt sich Gemeinderat Konrad Hädener überzeugt.

3. Etappe: Hinter Musikschule

In der dritten und letzten Etappe wird die Allee hinter der Musikschule in Richtung des früheren Bahnhofs Gwatt aufgewertet. Gemäss Medienmitteilung sollen bis 2020/2021 alle Massnahmen umgesetzt sein. «Ich bin froh», betont der Bauvorsteher, «dass wir nun nach einer langjährigen Planungsphase das Vorhaben Masterplan Bonstettenpark umsetzen können – die Vorarbeit hat sich gelohnt.»

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