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Biber macht einen Ausflug am helllichten Tag

Da staunte Katrin Gerber nicht schlecht. Als sie am Samstag mit ihrem Stand-up-Paddling-Brett eine Runde drehte, kreuzte ein Biber beim Kleist-Inseli in Thun ihren Weg.

Der Biber machte am Samstag seelenruhig eine Tagestour in der Nähe des Kleist-Inseli. Leserbild Katrin Gerber

Der Biber ist vor rund 200 Jahren in der Schweiz ausgerottet worden. Ab 1958 wurden Biber aber hierzulande wieder ausgesetzt, und seither befinden sie sich wieder auf dem Vormarsch. Besonders wohl fühlen sie sich in der Region Thun.

In Heimberg am Baggersee wurden sie gesichtet, im Kanderdelta, im Westen von Thun entlang der kleinen Seen und Flussläufe, an mehreren Stellen an der Aare und sogar auf dem Mühleplatz mitten in Thun. Auch in Amsoldingen hat letzten Sommer ein Leser dieser Zeitung einen Biberbau entdeckt. Und im Winter machte sich der listige Nager an Bäumen im Schwäbisbad zu schaffen (wir berichteten).

Tagestour durch Thun

Der Biber ist grundsätzlich dämmerungs- und nachtaktiv. Letzten Samstag war aber ein Exemplar am helllichten Tag in Thun unterwegs. Der Biber überraschte die Thunerin Katrin Gerber in der Nähe des Kleist-Inseli. Sie war am Nachmittag auf einer Stand-up-Paddling-Tour, als der Nager ihren Weg kreuzte.

«Ich habe zuerst meinen Augen nicht getraut», sagt Gerber. In Schockstarre ist die ausgebildete Stand-up-Paddling-Instruktorin aber nicht gefallen. Sie griff zu ihrer Kamera und lichtete den temporären Nachbarn kurzerhand ab.

Zu Beginn wasserscheu

Der Biber ist ein Pflanzenfresser. Er bevorzugt Kräuter, Sträucher, Wasserpflanzen und Laubbäume wie Espen, Erlen und Pappeln. Von den gefällten Bäumen verzehrt er die Zweige, die Astrinde und die Blätter. In den nächsten Wochen wird es im Biberbau Nachwuchs geben.

Im Mai dürfte es der Fall sein. Die jungen Biber sind zu Beginn wasserscheu. Sie werden aber von der Mutter ins Wasser geworfen und so an das Leben im Wasser gewöhnt.

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