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Bypass Thun-Nord wirft seine Schatten voraus

Der Bypass Thun-Nord hat Auswirkungen auf einen grossen Teil des Verkehrsregimes rund um die Stadt Thun. Der Kanton nimmt die Umgestaltung des Lauitorstutzes sowie die Vergrös­serung des Berntorkreisels deshalb nun an die Hand.

Der Berntorkreisel, der zu den ältesten drei Kreiseln der Stadt Thun gehört, wird vergrössert. Die Fulehung-Statue (im Bild vis-à-vis dem Rollerfahrer) wird auf einem neuen Vorplatz zu stehen kommen.
Der Berntorkreisel, der zu den ältesten drei Kreiseln der Stadt Thun gehört, wird vergrössert. Die Fulehung-Statue (im Bild vis-à-vis dem Rollerfahrer) wird auf einem neuen Vorplatz zu stehen kommen.
Patric Spahni

«Wir haben keine wesentlichen Anpassungen mehr machen müssen», sagt Markus Wyss. Der Kreisoberingenieur spricht dabei zwei prominente Projekte in der Thuner Innenstadt an, welche der Kanton in den nächsten zwei Jahren anpackt: Einerseits wird der Lauitorstutz um einen Radstreifen sowie ein Trottoir erweitert, andererseits wird der Berntorkreisel vergrössert.

Beide Vorhaben, die der Kanton im letzten Jahr bereits detailliert vorgestellt hat und bis zum 21. Juni öffentlich auflegen wird, stehen in direktem Zusammenhang mit dem Bypass Thun-Nord. Mit seiner Inbetriebnahme wird in der Thuner Innenstadt auf ein Einbahnverkehrregime umgestellt. Dies wird zu Mehrverkehr auf der Burgstrasse Richtung Berntorkreisel führen. Damit sind bauliche Anpassungen unumgänglich.

Keine Begeisterungsstürme bei den Anwohnern

Nicht nur Begeisterungsstürme löste die Idee des Kantons aus, den Lauitorstutz um rund 2,5 Meter zu verbreitern, damit ein Radstreifen und ein Trottoir Platz haben. Dem rund drei Millionen Franken teuren Projekt müssen 28 Bäume und Büsche weichen. Im Rahmen der Mitwirkung gingen insgesamt 24 Eingaben ein.

Insbesondere die Direktbetroffenen stehen dem Projekt nach wie vor sehr skeptisch gegenüber. «Es gab Bedenken im Zusammenhang mit dem Ortsbild», sagt Kreisoberingenieur Wyss. Dessen sei sich der Kanton aber bewusst gewesen und habe eng mit der Denkmalpflege zusammengearbeitet.

Neben dem Lauitorstutz wird auch der Berntorkreisel das zusätzliche Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren nicht mehr bewältigen können. Da nun eine Sanierung ansteht, macht laut Wyss die Erweiterung Sinn. Der südliche Teil des Kreisels soll eine zweite, separate Fahrspur erhalten.

Von der Bernstrasse her wird der Verkehr wie bisher zweispurig zum Kreisel fliessen. Wer von dort aus Richtung Steffisburgstrasse weiterfahren will, wählt neu die innere Kreiselfahrspur; wer dagegen Richtung Graben oder Burgstrasse unterwegs ist, fährt auf der zweiten, abgetrennten, äusseren Fahrspur.

Den zusätzlichen Platz, den der Kreisel benötigt, will der Kanton auf der südlichen Seite zwischen Burgstrasse und Unterer Hauptgasse gewinnen. Dort befinden sich heute eine Grünfläche, auf der eine Statue des Fulehung steht, und dahinter drei grössere Bäume. Die Grünfläche soll gemäss den Plänen des Kantons verkleinert werden. Die Bäume müssen weg. Letztere sollen aber ersetzt und in eine neue Hecke integriert werden. Die Fulehung-Statue käme auf einem neuen Vorplatz etwas weiter östlich zu stehen.

Auf der gegenüberliegenden Kreiselseite wiederum müssen – ebenfalls aus Platzgründen – die beiden Kastanien vor dem Hotel Emmental gefällt werden. Für sie ist kein Ersatz vorgesehen. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch die Werkleitungen ersetzt. Die Gesamtkosten betragen rund drei Millionen Franken. Der Berntorkreisel gehört übrigens zu den ältesten drei Kreiseln der Stadt Thun. Er ist 1988 gebaut worden – in jenem Jahr entstanden auch der Maulbeerkreisel und der Progy-Kreisel.

Arbeiten dauern über zwei Jahre hinweg

Nächstes Jahr sollen in beiden Fällen bereits die Bagger auffahren. «Wir planen zwei Intensivbauphasen», sagt Wyss – eine 2018 von April bis September, die andere im Jahr darauf – ebenfalls von April bis September. Die Arbeiten sollten jeweils vor dem Ausschiesset abgeschlossen werden.

Details zu der Art der Sperrungen der beiden Knotenpunkte kann Wyss noch nicht nennen. «Die Abklärungen laufen.» Man versuche, die Bauprojekte mit anderen anstehenden Vorhaben in der Innenstadt zu koordinieren. Dass die Geduld der Autofahrer ein weiteres Mal auf die Probe gestellt wird, ist indes gewiss.

Die Unterlagen zu den zwei Bauprojektenliegen bis zum 22. Mai in der Stadtverwaltung an der Industriestrasse 2 auf.

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