Berner Kegler siegten mit Rekordresultat

Heimberg

Bern wurde beim Kantonsfinal im Kegeln mit einem Rekordresultat vor Freiburg und Luzern wieder Team-Schweizer-Meister. An der Seite der Teamstützen Soltermann und Blatter wuchsen drei Rookies über sich hinaus.

Die erfolgreichen Kegler des Teams Kanton Bern: (v. l.) Peter Wüthrich, Jürg Soltermann, Werner Blatter, Teamleiter Kurt Boss, Sven Scheidegger, Marcel Steiner und Jürg Strahm.

Die erfolgreichen Kegler des Teams Kanton Bern: (v. l.) Peter Wüthrich, Jürg Soltermann, Werner Blatter, Teamleiter Kurt Boss, Sven Scheidegger, Marcel Steiner und Jürg Strahm.

(Bild: PD)

Ueli Stucki, Wirt des Rössli in Heimberg, hatte auf seinen Kegelbahnen als OK-Präsident einmal mehr die besten Kantonalteams zur Schweizer Meisterschaft zu Gast. Während Gelegenheitskegler sich schon freuen, wenn sie in die Gasse treffen oder gar ein «Babeli» machen, schütteln Wettkampfkegler enttäuscht den Kopf, wenn einmal zwei Kegel stehen bleiben. Auf diesem Niveau ist es eher selten, wenn nicht alle Kegel fallen.

Beim mehrfachen Kantons-Schweizer-Meister Bern waren Kegelvir­tuosen am Werk. Dabei galt es für das Team Kanton Bern, neben den beiden Routiniers Jürg ­Soltermann und Werner Blatter die Rookies Jürg Strahm (Wynigen), Marcel Steiner (Goldswil) und Sven Scheidegger (Eriswil) einzuführen. Die Erstmaligen schnitten mit 654/35 Neuner, 668/40 und 655/34 viel besser ab, als man erwarten durfte. Als Ersatzkegler fungierte der Stadtberner Peter Wüthrich.

«Werner Blatter begann, und ich war Schlusskegler», verriet Jürg Soltermann. Der Gartenbaufachmann aus Wattenwil kegelte als Schlussmann das Spitzenresultat von 676/50 heraus. Der langjährige Präsident des Schweizerischen Freien Kegelverbandes (SFKV) konstatierte mit grosser Freude, dass die drei neu integrierten Kameraden keine Nerven zeigten und ihre Leistung voll abrufen konnten.

Der Oberrieder Werner Blatter – mit seiner grossen Erfahrung aus 45 Keglerjahren die Ruhe selbst – legte für die Berner 673 (44 Neuner) Kegel, eine solide Basis, vor. «Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden», meinte der 65-jährige Holzschnitzer zu seinem Auftritt als Startkegler. Der frühere Brienzer Gastrobetriebsinhaber war mit dem Kegelclub Harder auch schon Schweizer Meister. Auch bei den Militärschützen Unterseen steuert der mehrfache Grossvater als Kranzschütze immer wieder Spitzen­resultate bei.

Sensationeller Durchschnitt

Mannschaftsleiter Kurt Boss, ebenfalls seit vielen Jahren als Aktiver und Funktionär dabei, glaubt, dass Bern gegen 20-mal Schweizer Meister geworden ist. Der in Beatenberg lebende gebürtige Grindelwalder freute sich, dass die drei Neuen ihre Leistung in den Ausscheidungen im Ernstkampf mit guten Resultaten bestätigen konnten. Dass der Kegeldurchschnitt von zweimal 665 Kegeln an der Schweizer Meisterschaft in Heimberg 665,2 war, fand der als Speaker fungierende Boss ebenfalls «grossartig».

Rössli-Wirt Ueli Stucki attestierte dem Team Kanton Bern, dass bei der Eröffnung einer Schweizer-Meisterschafts-Kegelwoche noch nie so ein hohes Resultat erzielt worden sei. Und die Teilnehmer wiederum lobten die gepflegten Bahnen, wobei jede anders sei zum Kegeln.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt