Lauterbrunnen

So sieht es an der Absturzstelle aus

Lauterbrunnen Exklusive Bildaufnahmen zeigen die Absturzstelle des Air-Glacier-Helikopters. Auf dem Bild ist zu sehen, wie die Bergungsarbeiten ablaufen.

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Die Bergungsarbeiten auf dem Guggigletscher sind am Mittwochmorgen fortgesetzt worden, nachdem sie am Dienstagnachmittag wegen des warmen Wetters unterbrochen werden mussten. Nun zeigen exklusive Bildaufnahmen, wie die Arbeiten auf dem Gletscher ablaufen. Auf dem Bild (siehe Bildstrecke oben) sieht man die Bergungsmannschaft, wie sie Trümmerteile der Maschine zusammenpackt und für den Flug ins Tal bereitstellt (1). Im linken Teil sieht man einen Helikopter (2), der eine rund 15 Quadratmeter grosse, quadratische Aludachabdeckung vom Gletscherrand (3) ganz links wegbringt.

Diese Aluabdeckung war als Last am verunfallten Helikopter befestigt und hätte vom verunglückten Piloten vom Jungfraujoch zur Air-Glaciers-Basis in Lauterbrunnen gebracht werden sollen. Erste Vermutungen über die Absturzursache machen die Runde. Die Aufnahme wurde am Mittwochmorgen rund 300 Meter über der Absturzstelle vom sogenannten Frühstücksplatz am Mönchsnollen aufgenommen.

Heli-Pilot sollte Last vom Jungfraujoch ins Tal bringen

Aus dem Vorbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust geht hervor, dass der Helikopter-Pilot eine Last vom Jungfraujoch zur Basis der Air-Glaciers in Lauterbrunnen transportieren sollte. «Der Pilot nahm beim Sphinx-Observatorium eine Last auf, mit der Absicht diese auf die Basis Lauterbrunnen zu fliegen», heisst es in dem Vorbericht, der am Mittwochvormittag auf der Website der Sust publiziert wurde. Der in Zweilütschinen gestartete Helikopter stürzte auf den Guggigletscher und brannte teilweise aus.

Das Sphinx-Observatorium ist die Forschungs- und Wetterstation auf dem Jungfraujoch. Die Kantonspolizei hatte am Dienstag lediglich bestätigt, dass der Helikopter mit Unterlast geflogen sei. Die Fracht war an einem langen Seil unterhalb der Maschine befestigt.

Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig

Die Arbeiten seien am späten Dienstagnachmittag unterbrochen und am Mittwoch wieder aufgenommen worden, sagte Andreas Hofmann von der Kantonspolizei Bern auf Anfrage. Beim Absturz war ein 51-jähriger Berufspilot der Air-Glaciers ums Leben gekommen. Seine Leiche wurde bereits am Dienstag geborgen.

Um die Bergung kümmern sich Einsatzkräfte des SAC Lauterbrunnen und Gebirgsspezialisten der Kantonspolizei Bern. Der Unfallursache geht die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) auf.

Die Bergungsarbeiten auf 2700 Metern über Meer gestalten sich schwierig, weil der Absturzort kaum zugänglich ist. Die Einsatzkräfte müssen per Helikopter auf den Gletscher geflogen werden. Bei dem warmen Wetter müssen die Retter laut Hofmann überdies darauf achten, sich nicht selber in Gefahr zu begeben. Schneemassen, Eis oder Steinschlag könnten sie gefährden. (tag/sda)

Erstellt: 15.07.2015, 11:34 Uhr

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