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Bei der Planung ist ein Ende in Sicht

ber 800000 Franken investiert die Gemeinde Steffisburg insgesamt in die Planung des Hochwasserschutzes Zulg. Nächstes Jahr soll die Baubewilligung vorliegen.

Die Müllerschwelle soll künftig nur noch halb so hoch sein. Beim Basseli im Vordergrund wird ein Fischaufstieg realisiert.
Die Müllerschwelle soll künftig nur noch halb so hoch sein. Beim Basseli im Vordergrund wird ein Fischaufstieg realisiert.
Patric Spahni

Sie dient als Naherholungsgebiet für ganz Steffisburg und darüber hinaus: die Zulg. Doch der Bergbach aus dem Eriz ist nicht ungefährlich. Bei starken Unwettern trägt er grosse Mengen Schwemmholz mit sich; es drohen Überschwemmungen. Zuletzt wurde es 2015 kritisch. Bereits ein Jahr zuvor beschloss der Grosse Gemeinderat (GGR), dass Handlungsbedarf bestehe, und genehmigte einen Kredit über 260000 Franken für die Planung der Längsvernetzung und den Hochwasserschutz der Zulg. Es folgte 2016 eine Kreditaufstockung. Die Gemeinde liess ein Modell eines Holzrückhalte­rechens bauen, der im Zulgboden integriert werden soll.

In der aktuellen Projektvariante soll weiter die Müllerschwelle die Hälfte ihrer aktuellen Höhe verlieren und künftig noch rund 2 Meter hoch sein, wie Gemeinderat Marcel Schenk (SP), Vorsteher Tiefbau/Umwelt, am Freitag an der Sitzung des Grossen Gemeinderats (GGR) erklärte. Im Bereich des Basseli wird ein technischer Fischaufstieg erstellt, und die Speisung des Mühlebachs wird mit einer Schneckenpumpe sichergestellt.

Insgesamt hat die Planung die Gemeinde bis anhin 735000 Franken gekostet. «Das Projekt hat inzwischen alle Hürden der Amtsstellen von Bund und Kanton genommen, es soll im ­Spätherbst 2019 in die öffentliche Auflage kommen», sagte Marcel Schenk. Im kommenden Jahr sollen die nötigen Finanzbeschlüsse vorliegen. Dafür brauchte der Gemeinderat am Freitag vom Parlament erst ein Ja zu einer weiteren Erhöhung des Verpflichtungkredits um 85000 Franken auf insgesamt 820000 Franken, dies für weitere Planungsarbeiten.

Rat sagt einstimmig Ja

Im GGR stiess das Geschäft auf offene Ohren. Die 27 Anwesenden genehmigten den Kredit einstimmig. Einige offene Fragen standen dennoch im Raum. Daniel Schmutz (SP) merkte an, dass im Projekt seit Planungsbeginn bereits relativ viele Änderungen gemacht worden seien. Seine Fraktion frage sich, ob man davon nicht einige hätte voraussehen können. Nichtsdestotrotz befürworte sie das Projekt. Ähnlich sah dies die SVP-Fraktion. Werner Marti stellte fest, dass das Projekt aufgrund kantonaler Auflagen schwierig zu planen sei. Die Krediterhöhung genehmige die SVP, doch: «Wir tun das in der Hoffnung, dass es das letzte Mal ist.»

Monika Brandenberger (BDP) und Ruedi Christen (GLP) ergriffen das Wort zum Thema Schneckenpumpe. Während Brandenberger anmerkte, dass sie befürworte, dass der Unterhalt jener Pumpe klein sei, stellte Christen die Frage, ob die Pumpe denn überhaupt benötigt werde. «Die Zulg wird nach den Bauarbeiten im Basseli nicht mehr den Wasserstand erreichen, um den Mühlebach aus eigener Kraft zu speisen. Weil das Interesse da ist, dass im Mühlebach auch weiterhin Wasser fliesst, brauchen wir die Pumpe», gab Marcel Schenk zu bedenken.

Baustart 2021

Die Gemeinde Steffisburg budgetiert im Finanzplan 2019–2024 rund 4,26 Millionen Franken für das Projekt. Es werden Beiträge von Bund und Kanton in Höhe von 60 Prozent der Gesamtkosten, die rund 11 Millionen Franken betragen, erwartet. Die Baubewilligung soll laut Gemeinde bis Anfang 2020 vorliegen, die Finanzbeschlüsse von Gemeinde – im Rahmen einer Volksabstimmung –, Kanton – als Geschäft des Grossen Rates – und Bund ebenfalls im nächsten Jahr eingeholt werden. Der Baubeginn ist aktuell für 2021 geplant.

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