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Strämu: Der Haupttrakt erhält seine Farbe zurück

Die Arbeiten zur Sanierung des Strandbads haben ­begonnen. In der ersten Etappe des 17-Millionen-Projekts erhält der Haupttrakt unter anderem seine ursprüngliche Farbe zurück.

Gute Laune beim Spatenstich: Konrad Hädener (links) und Roman Gimmel vollziehen den Baustart zur Gesamtsanierung des Strämu. Im Hintergrund links sind die Farben erkennbar, in welchen der Haupttrakt künftig gestrichen wird. Rechts davon: Die bisherige Farbgebung.
Gute Laune beim Spatenstich: Konrad Hädener (links) und Roman Gimmel vollziehen den Baustart zur Gesamtsanierung des Strämu. Im Hintergrund links sind die Farben erkennbar, in welchen der Haupttrakt künftig gestrichen wird. Rechts davon: Die bisherige Farbgebung.
Patric Spahni
Die Arbeiten sind angelaufen: Der Haupttrakt wird ausgehöhlt...
Die Arbeiten sind angelaufen: Der Haupttrakt wird ausgehöhlt...
Patric Spahni
...haben die Räumungsarbeiten begonnen.
...haben die Räumungsarbeiten begonnen.
Patric Spahni
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Das Thuner Strandbad zeigt sich in diesen Tagen von seiner schönsten Seite: Die warme Herbstsonne taucht die Anlage in ein goldenes Licht und lässt die Blätter der Bäume in allen Farben leuchten.

Stünden beim Eingang nicht ein Bagger und eine ­Planierraupe und führte nicht eine frisch angelegte Baupiste in die Anlage hinein, man würde sich kaum auf einer Baustelle wähnen.

Doch spätestens dann, als im Hintergrund ein Bohrer aufheult, ist es mit der Idylle definitiv vorbei: Bauarbeiter sind damit beschäftigt, die alten Garderoben im Haupttrakt zu zerlegen und die hellblauen Schränke abzutransportieren.

«Noch 936-mal schlafen»

Dass sich im Strämu Grösseres anbahnt, zeigt sich auch daran, dass gleich zwei Thuner Gemeinderäte zur gestrigen Pressekonferenz luden: Konrad Hädener (CVP) und Roman Gimmel (SVP), die mittlerweile zur Schaufel gegriffen haben, vollziehen vor den Vertretern der Stadt und den Architekten der Rychener und Zeltner AG den symbolischen Spatenstich für die Gesamtsanierung der Anlage.

«Für mich ist dies wohl die schönste Medienorientierung dieses Herbsts», meint Roman Gimmel in Anspielung auf den «speziellen Ort», der der Strämu für die ganze Region sei.

War früher farbig. Auf dieser alten Postkarte mit Sicht auf das Strandbad ist der ursprüngliche Anstrich des Haupttraktes zu erahnen.
War früher farbig. Auf dieser alten Postkarte mit Sicht auf das Strandbad ist der ursprüngliche Anstrich des Haupttraktes zu erahnen.
zvg
Heute in Weiss. Wann neu gestrichen wurde, ist nicht bekannt.
Heute in Weiss. Wann neu gestrichen wurde, ist nicht bekannt.
Patric Spahni
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Und der für den Betrieb zuständige Gemeinderat ergänzt: «Wir müssen nur noch 936-mal schlafen, bis wir im Mai 2020 die fertig sanierte Anlage in Betrieb nehmen und sie künftig auch im Winter zugänglich machen können.»

Dank der Aufteilung des Projekts auf drei Etappen während der Winterhalbjahre sei es möglich, dass die Badegäste kaum etwas von den Arbeiten, die überwiegend an regionale Bauunternehmungen vergeben worden seien, mitbekommen würden.

Die eben angelaufene erste Etappe dauert bis zum April 2018, am 5. Mai ist der Saisonstart geplant. Bis dahin werden im Haupttrakt, der zurzeit ausgehöhlt wird, neue Garderoben und Nasszellen eingerichtet und die Anlagen im bisherigen Zentraltrakt unter dem Affenfelsen stillgelegt.

Ausserdem wird ein neues Filterhaus an den Techniktrakt beim 50-Meter-Becken angebaut sowie ein weiterer Pavillon gegen die Beachvolleyballfelder erstellt. Dort sollen im weiteren Verlauf der Sanierung zusätzliche Toiletten, ein Lagerraum für Vereine sowie die Badewassertechnik für das Kleinkinderbecken eingebaut werden.

Wohl die auffälligste Veränderung erfährt in diesem Winter die Aussenhülle des Haupttrakts: «Wir haben uns dafür entschieden, das Gebäude in seiner ursprünglichen Farbe zu streichen», erklärt dazu Baudirektor Konrad Hädener.

Dies nicht zuletzt auf Empfehlung der kantonalen Denkmalpflege. Farbuntersuchungen haben vor kurzem ergeben, dass der Bau von Jacques Wipf aus dem Jahr 1933 in Dunkelrot, Ockergelb und Lindengrün gehalten war.

Die am Gebäude angebrachte Farbmusterfläche sei auch bei den Badegästen gut aufgenommen worden. «Ältere Badegäste konnten sich sogar an diese ursprüng­lichen Farben erinnern», ergänzt Hädener.

Schonfrist für Affenfelsen

Erst im Verlauf der zweiten Etappe, welche im Winter 2018/2019 über die Bühne gehen wird, sollen dann die gesamte Badewassertechnik erneuert und die Becken angepasst werden. Weil es sich um die aufwendigste der drei Bauetappen handelt, ist nächstes Jahr bereits am Bettag Saisonschluss. «Eine verlängerte Saison wie in diesem Jahr wird es dann nicht geben», erklärt Roman Gimmel.

Während jener zweiten Etappe wird auch der Affenfelsen definitiv abgebrochen: «Ich denke, die Leute haben keine konkrete Vorstellung, was an dessen Stelle vorgesehen ist», meint Konrad Hädener zur mehrfach geäusserten Kritik am Rückbau. «Es wird auch künftig drei Betonstufen mit einer Gesamthöhe von 1,2 Metern geben.» Damit sei auch ein Ersatz für die wegfallende Tribüne geschaffen.

Während der dritten und letzten Etappe im Winter 2019/2020 schliesslich erfolgen alle Arbeiten beim Kleinkinderbecken und am Ufer. So werden unter anderem eine neue Promenade und ein Floss errichtet. Während für die erste und die zweite Etappe die Baubewilligung erteilt wurde, soll das Gesuch für die letzte Etappe im Verlauf dieses Herbsts eingereicht werden.

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