Basteln mit Blick aufs Schloss

Zehn Betreuungsplätze mehr und eine neue Babygruppe: Durch den Neubau am Hopfenweg in Thun vergrössert die Stiftung Kinderkrippe Thun ihr Angebot und konzentriert sich auf einen Standort.

Sie freuen sich: (v. l.) Sigrid Bässler (Kita-Leitung), Bettina Kriegel (Präsidentin Stiftung Kinderkrippe Thun) und Maya Schmid (Kita-Leitung).

Sie freuen sich: (v. l.) Sigrid Bässler (Kita-Leitung), Bettina Kriegel (Präsidentin Stiftung Kinderkrippe Thun) und Maya Schmid (Kita-Leitung).

(Bild: Flavia von Gunten)

Bis zu den Knien einer erwachsenen Person reicht das Lavabo, auch die WC-Schüssel liegt tiefer als gewohnt. Nein, in diesem Badezimmer passierten keine Baufehler, da werden ab Juli über 55 Kinder ihre Zähne putzen. Nach einem Jahr Bauzeit wird im nächsten Monat die Stiftung Kinderkrippe Thun in den neuen Kubus am Hopfenweg einziehen. Mit dem Neubau führt die Stiftung ihre bisher zwei Standorte Hopfenweg und Schönau zusammen. Auch das Betreuungsangebot kann die Stiftung dadurch ausbauen. Neben zehn zusätzlichen Plätzen gibt es neu eine Babygruppe für Kinder ab sechs Monaten.

Für die Kleinsten sei im ersten Stock des Kubus extra ein Zimmer mit acht Babybetten entstanden, sagt Bettina Kriegel, Präsidentin der Stiftung Kinderkrippe Thun. Auch die Terrasse auf derselben Etage kommt den Babys zugute: Mit dem Lift können die Betreuenden die Kinderwagen auf die Plattform fahren, wo die Kinder an der frischen Luft schlafen können.

Atelier mit Schlossblick

Auch für die etwas älteren Kinder gibt es im Neubau viel zu entdecken: Schränke dienen als Versteck und die breiten Fenstersimse als Sitzplätze. Kreative Ideen ausleben können die Kinder im Atelier. Noch stehen die Regale leer, und die Werkbänke sind noch nicht zusammengebaut, doch in den nächsten Tagen werden dort Papier und Malsachen eingeräumt werden, versichert Kriegel. Für sie sei dieser Raum einer der schönsten des Kubus, da er dank der grossen Fenster sehr hell sei – und man von dort aus einen Blick auf das Schloss werfen könne.

Basteln macht hungrig, da braucht es eine gute Küche. Diese befindet sich im Untergeschoss und ist mit neuster Technologie ausgestattet. So brodeln die Spaghetti nicht in einer Pfanne, sondern in einem eingebauten Multifunk­tionskochbecken. Das fertige Menü kann dank der neu gebauten Passerelle auch bei Regen trocken in den Essensraum der Villa, dem bereits bestehenden Kita-Gebäude, nebenan gebracht werden.

Spielen bei jedem Wetter

Nicht nur das Essen bleibt bei Niederschlag trocken, auch die Kinder können sich drinnen austoben. Und zwar in einem grossen Raum im Untergeschoss des Kubus, ausgestattet mit Klettertürmen aus Holz. Sind die Kinder wieder zu Hause, könne dieses Zimmer auch für Elternabende genutzt oder vermietet werden, am liebsten für Anlässe mit Kinderbezug, sagt Bettina Kriegel.

Im neu gestalteten Garten erfüllen Steine, Bäume, Bagger oder eine grosse Schaukel Spielträume der Kinder. Die Ansprüche der Kinder seien beim Neubau zwar berücksichtigt worden, betont Bettina Kriegel. «Das Wichtigste bleibt aber die Arbeit der Betreuenden.»

Thuner Tagblatt

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