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Barbier im Mafia-Tenü

Die KGT startet am Freitag, 20. Oktober, mit Rossinis «Il barbiere di Siviglia» in die neue Saison. Die Aufführung verlegt die Handlung ins ­Mafiamilieu der Vierziger.

Der Barbier (Geani Brad) in voller Aktion.
Der Barbier (Geani Brad) in voller Aktion.
zvg/Sabine Burger

201 Jahre alt ist Gioachino Rossinis komische Oper «Il barbiere di Siviglia» – und frisch (rasiert) wie eh und je. Zu verdanken ist dies vor allem dem musikalischen Ideenreichtum des Komponisten, der ein regelrechtes Sprudelbad serviert. Hinzu kommt: Die Aufführung des Theater-Orchesters Biel Solothurn (Tobs), die am Freitag, 20. Oktober, die Saison bei der Kunstgesellschaft Thun (KGT) eröffnet, hat es in sich.

Regisseur Joël Lauwers versetzt die irrwitzige Verwechslungskomödie nach dem Libretto von Cesare Sterbini und der Vorlage des Franzosen Baumarchais ins mafiöse Milieu der Vierzigerjahre. Er orientiert sich dabei an Francis Ford Coppolas «Der Pate», von dessen Film auch die Erkennungsmelodie zu hören sein wird. Und so hat es der Graf Almaviva (Manuel Nuñez Camelino), der sich an die schöne Rosina (Reut Ventorero) heranmachen will, nicht einfach. Denn sie ist das Mündel von Don Bartolo (Leonardo Galeazzi), der sich als strenger Mafiaboss mit lose sitzendem Revolver gibt.

Und so rät der freche Figaro (Geani Brad) dem etwas ungelenken Grafen, sich mittels Maskerade der jungen Frau zu nähern. Dass diese ihren Vormund vermeintlich aus Versehen erschiesst, wird alsbald aufgelöst. Denn das Libretto sieht einen anderen Weg vor, auf den es wieder einzuschwenken gilt . . .

Die Premiere der Tobs-Aufführung hat beim Publikum und bei der Kritik einhellige Begeisterung ausgelöst – auch was die musikalische Leitung durch Franco Trinca anbelangt. Im «Magazin»-Teil dieser Zeitung war die Rede von einem Ensemble in «bester Spiellaune».

Und weiter: «Der Witz in dieser filmischen Inszenierung ist nie überdreht, sondern erforscht exakt die Stellen in der Partitur, die sich für klugen Slapstick eignen.»

«Il barbiere die Siviglia» von Gioachino Rossini. Opera buffa: 20. Oktober, 19.30 Uhr. Kultur- und Kongresszentrum Thun. Vorverkauf: über die Abostelle (Tel. 079 737 60 14), über die Mailadresse abo@kgt-thun.ch, über Starticket.ch oder Kgt-thun.ch.

pd

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