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Bäckergeneral Kuchen gestorben

32 Jahre lang war er für die Brotversorgung in der Armee verantwortlich. Zudem engagierte er sich für das Hilfswerk Licht im Osten in der Ukraine. Nun ist der frühere Bäckermeister Walter Kuchen aus Heimberg 85-jährig gestorben.

Walter Kuchen ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Walter Kuchen ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Peter Zaugg

Als junger Bäckermeister wurde Walter Kuchen 1958 zum Bäckereichef der Armee ernannt. Während 32 Jahren war er als Instruktor der Versorgungstruppen für die Brotversorgung und für die fachliche Ausbildung von 26 000 Armeeangehörigen zu Bäckersoldaten und -kadern verantwortlich. In seiner Zeit gab es in der Armee 168 mobile Bäckereien. Mit dem Frischhaltebrot entwickelte Adjutant Kuchen eine revolutionäre Neuheit. Der Berufsmilitär galt auch als Vater der 16 Mühlen, welche die Firma Bühler in Uzwil SG für die militärische Mehlversorgung entwickelte.

Neben dem Vollamt in der Armee war er in der Ausbildung von Lehrlingen und als Meisterprüfungsexperte tätig. Der Schweizerische Bäcker-Konditorenmeister-Verband verlieh ihm für sein enormes Engagement die Eh­renmitgliedschaft. Durch seine vielseitige Ausbildungs- und Verbandstätigkeit wurde Kuchen weit über die Armee und die Landesgrenze hinaus bekannt. Nach seiner Pensionierung leitete er für das Hilfswerk Licht im Osten in der Ukraine den Aufbau von ­Bäckereien.

Mit 60 Brotproduktionswagen, die nach der Armeereform veräussert wurden, richtete er im von Armut geprägten Land 20 Bäckereien ein, welche noch heute in Betrieb sind. Nach einem aktiven und reich erfüllten Leben starb er in seinem 86. Lebensjahr. Unter grosser Anteilnahme fand in der Kirche Heimberg der Trauer- und Gedenkgottesdienst für den aussergewöhnlichen Mann statt. In Laupen wurde Walter Kuchen auf das Grab seiner vorverstorbenen Frau Margrit bestattet.

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