«Auf seinem Gesicht lag tiefe Zufriedenheit»

Ein Nachruf zum Tod von Polo Hofer von seiner Ehefrau Alice Hofer.

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Es hatte aufgehört zu regnen. Wir sassen still da und bestaunten die Berge, die sich allmählich aus dem Dunst schälten und ihre Konturen vor dem dämmrigen Himmel abhoben.

Dann begann Polo zu reden. Das Flackern der Kerzen zeichnete bizarre Schatten auf sein Gesicht und enthüllte Furchen und Falten, die seine lange Lebensgeschichte erzählten, von Lachen und Schmerz, von Gewissheit und Zweifel, von Gipfeln und Tälern.

Am Morgen nach dem Tod von ihrem Mann schwebte eine strahlend weisse Wolke über dem Niesen, schreibt Alice Hofer.

«Sich mit Musik zu beschäftigen, ist etwas vom Gescheitesten, was man tun kann», erklärte er. «Musik beinhaltet sowohl Schönheit wie Schöngeist und Wohlgefühl. Sie bietet uns die Möglichkeit, die Wirklichkeit in die Kunst zu überführen. Dabei muss man unbedingt seinem Instinkt folgen. Wenn man Rücksicht nimmt auf die Meinung der Allgemeinheit, hat man schon verloren. Wer den Mainstream ehelicht, muss mit Scheidung rechnen».

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