Thun

ARA Thunersee hat die Kosten im Griff

ThunDie ARA Thunersee in Uetendorf rechnet für den Betrieb 2019 mit tieferen Kosten. Das Budget wurde einstimmig genehmigt.

<b>Die ARA Thunersee</b> in Uetendorf hat die Kosten im Griff.

Die ARA Thunersee in Uetendorf hat die Kosten im Griff. Bild: kst

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An der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbandes ARA Thunersee in Thun vom Mittwoch blickten die Verantwortlichen nochmals zurück auf das Grossprojekt in Uetendorf, das im Sommer fertiggestellt worden war. Die Anlage zur Elimination von organischen Spurenstoffen im Abwasser konnte deutlich unter dem Kredit von 25,87 Millionen Franken abgerechnet werden.

Die Rechnung fiel auch tiefer aus als der Kostenvoranschlag von 22,6 Millionen. Sie schloss mit Kosten von knapp 20 Millionen Franken ab. Nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton werden für die Gemeinden Nettokosten von rund 4 Millionen Franken bleiben.

Dies ist nicht die einzige erfreuliche Nachricht, auch der Betrieb inklusive die neue Anlage soll 2019 etwas günstiger kommen als prognostiziert. Dies ist auf den Wegfall der Bundesabgaben von 1,12 Millionen Franken zurückzuführen.

Saubereres Wasser

Die neue Anlage arbeitet laut Geschäftsführer Bruno Bangerter gut, «die Resultate überzeugen». Die zwölf für den Leistungsnachweis definierten Stoffe werden je zu rund 90 Prozent eliminiert. Diese Leistung hat allerdings ihren Preis. Die Betriebskosten werden ansteigen. Mittelfristig müssen die Gemeinden für die Gebührenplanung mit Jahreskosten zwischen 8,5 und 9,2 Millionen rechnen.

Die Differenz ist dadurch entstanden, dass noch nicht klar ist, ob und wann die kantonale Abwasserabgabe reduziert wird. Nachdem zwei Grossprojekte realisiert wurden, die Biogasanlage und die Anlage zur Elimination organischer Spurenstoffe, werden in den folgenden Jahren keine neuen grossen Projekte angepackt.

Trotzdem wird die ARA Thunersee weiter investieren. Diverse Anlageteile müssen ersetzt oder überholt werden. Für 2019 ist geplant, die Trafostation, die Gasometerhülle und die Gaskompressoren zu ersetzen. 2020 soll mit der Planung der Sanierung der Biologie begonnen werden. Weil Geschäftsführer Bangerter im Januar 2020 in Pension geht, muss 2019 sein Nachfolger gesucht werden. Die Stelle wird demnächst ausgeschrieben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.11.2018, 09:33 Uhr

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