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Anfang 2019 soll der Neubau an der Burgstrasse 2 eröffnet werden

Alterswohnen, eine Kita für Kinder von Spitalangestellten, zusätzliche Parkplätze: Die Spital STS AG übernimmt das Bauprojekt an der Burgstrasse 2 von der Schloss Hotel Thun AG. Ab 2019 soll der Neubau in Betrieb genommen werden.

Die Burgstrasse 2 heute: Die bestehenden Gebäude wurden im Frühling abgerissen, die Profile für den Neubau stehen.
Die Burgstrasse 2 heute: Die bestehenden Gebäude wurden im Frühling abgerissen, die Profile für den Neubau stehen.
Michael Gurtner

Einst war ein Drive-in-Restaurant geplant, dann übernahm die Schloss Hotel Thun AG, jetzt steigt die Spital STS AG ein: Die bewegte jüngere Geschichte der Liegenschaft Burgstrasse 2 ist um ein Kapitel reicher – und diesmal ist es das entscheidende. «Wir wurden von der Schloss Hotel Thun AG angefragt, ob wir am Bauprojekt interessiert seien», sagt Spital-CEO Bruno Guggisberg. «Für uns war sofort klar: Wir müssen das zwingend prüfen, da die Burgstrasse 2 sehr nah an unserem Areal liegt.»

Auf dem eigenen Gelände habe das Spital Thun kaum Wachstumsmöglichkeiten. So seien sich die beiden Parteien schliesslich rasch einig geworden – zumal laut Guggisberg die geplante Hülle und die Räume für mögliche Nutzungen durch die Spital STS AG von Anfang an geeignet gewesen seien, das Bauprojekt bereits mit der Stadt vorbereitet war und es sich bei der Schloss Hotel Thun AG «um seriöse Partner» handle.

Kita, Parking, Alterswohnen

Im Frühling wurden die bestehenden Gebäude auf der betreffenden Parzelle abgerissen. Und was ist nun genau geplant? Bruno Guggisberg holt kurz aus: «Wir erhalten immer wieder Rückmeldungen von Mitarbeitern und Patienten in zwei Bereichen. Der erste ist das Parkieren: Da haben wir ein Kapazitätsproblem. Ein zweites grosses Bedürfnis der Angestellten ist eine Kita.»

Diese beiden Bereiche können nun im Neubauprojekt berücksichtigt werden. Einerseits ist eine viergeschossige Einstellhalle mit rund 150 Parkplätzen geplant – davon sind rund 30 öffentlich, was einer Auflage der Stadt entspricht. Laut Guggisberg ist diese Einstellhalle keine Konkurrenz für das neue Schlossberg-Parking, das derzeit gebaut wird – die Nachfrage bei Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen sei nämlich so oder so sehr gross.

Keine normale Tagesstätte

Andererseits wird die von vielen Mitarbeitern ersehnte nah gelegene Kindertagesstätte mit 26 Plätzen realisiert. Speziell daran: «Für ein Spital funktioniert eine Kita mit normalen Öffnungszeiten nicht – diese müssen mit dem Schichtbetrieb korrespondieren», betont CEO Guggisberg. Zudem müssten kurzfristig Plätze zur Verfügung stehen, wenn es ­etwa zu Verschiebungen bei Schichtplänen komme.

Guggisberg stellt aber auch klar: «Eine Kita zu betreiben, ist nicht unser Kerngeschäft.» Dies werde einem professionellen Anbieter übertragen – wer es sein wird, steht aber noch nicht fest. Im vorderen, der Burgstrasse zugewandten Teil der neuen Gebäude sind nebst der Kita Sitzungsräume für die Spital STS AG vorgesehen. Eine Restfläche ist noch frei. «Da werden wir intern schauen, welches die optimale Nutzung ist», führt Bruno Guggisberg aus.

Während der vordere Teil nebst dem Erdgeschoss zwei zusätzliche Etagen aufweist, sind es im hinteren, weiter von der Strasse entfernten Bereich deren drei. Dort sind Alters-Wohngemeinschaften vorgesehen, welche von der Alterswohnen AG betrieben werden, einer 100-prozentigen Tochter der Spital STS AG. Zehn Einheiten sollen realisiert werden, je mit zwei bis drei Zimmern. Hinzu kommen gemeinsame Wohn- und Essräume. Mit 57 Prozent der Fläche im Neubau ist der Bereich Alterswohnen der ­gewichtigste. Einige Gemeinschafts- und Untersuchungsräume werden im vorderen Teil angesiedelt.

So soll der Neubau aussehen: Rechts führt die Burgstrasse vorbei, im linken Teil sind die Alterswohnungen geplant. Bild: zvg
So soll der Neubau aussehen: Rechts führt die Burgstrasse vorbei, im linken Teil sind die Alterswohnungen geplant. Bild: zvg

Baustart im Herbst?

«Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst die Baubewilligung erhalten», äussert sich Marie-Anne Perrot, Leiterin Kommunikation und Marketing der STS AG, zum Zeitplan für das Neubauprojekt. Die Aushubarbeiten sind für Anfang 2017 vorgesehen. «So könnten die neuen Angebote im Januar 2019 in Betrieb genommen werden», blickt Perrot in die Zukunft.

Bis und mit Erteilen der Baubewilligung betreut die Schloss Hotel Thun AG das Projekt weiter. Dessen Kosten beziffert Spital-CEO Bruno Guggisberg auf rund 26 Millionen Franken – inklusive Boden, auf dem der Neubau zu stehen kommt.

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